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Sport in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Till von Bracht (17. Mai 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Sport ist in der Schwangerschaft die einfachste Möglichkeit, sich fit zu halten und optimal auf die Geburt vorzubereiten. Ein sportlicher Körper ist sehr viel besser auf die Anstrengungen der Geburt vorbereitet als ein untrainierter. Sofern die Schwangerschaft komplikationslos verläuft, spricht nichts dagegen, in Maßen körperlich aktiv zu sein.

Wichtig ist allerdings, eine geeignete Sportart zu wählen und sich auf keinen Fall zu überanstrengen. Bestimmte Sportarten können in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen. Hierzu zählen vor allem Ballsportarten wie zum Beispiel Tennis und Jogging. Schwimmen hingegen ist in jeder Phase der Schwangerschaft zu empfehlen – es gibt auch spezielle Wassergymnastikkurse für Schwangere.

Sport in der Schwangerschaft bereitet hilft der Schwangeren aber nicht nur, Energie für die Geburt zu tanken und sich fit zu halten. Es ist auch möglich, mit Sport verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden vorzubeugen. Viele Schwangere leiden beispielsweise unter Verstopfungen. Neben einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft kann man diesem Problem durch regelmäßige Bewegung vorbeugen. Auch typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Krampfadern, Wassereinlagerungen in Armen und Beinen sowie Rücken- und Fußschmerzen kann man durch Sport entgegenwirken.

Nicht zuletzt stärkt körperliche Fitness das Immunsystem und kann so vor Erkältungen und Infektionen schützen, für die werdende Mütter besonders anfällig sind.

Eine Schwangerschaft stellt Frauen vor große Herausforderungen: Ist es deshalb ungesund, in der Schwangerschaft Sport zu treiben? Unsere Expertin gibt die Antwort!

Beim Sport in der Schwangerschaft sollte man, besonders in den ersten Monaten, unbedingt vermeiden, zu sehr zu überhitzen. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft kann das die embryonale Entwicklung negativ beeinflussen. Einige Sportarten, die Sie vor der Schwangerschaft vielleicht als nicht belastend empfunden haben, können jetzt Bänder und Sehnen schädigen, da das Gewebe in der Schwangerschaft weicher und dehnungsfähiger ist – so können Sie zum Beispiel schneller umknicken und Ihre Gelenke schnell überlasten. Zur Geburt hin verlagert sich außerdem Ihr Schwerpunkt: Was Ihnen vorher leicht fiel, kann jetzt dazu führen, dass Sie schneller das Gleichgewicht verlieren.

Wichtig ist es daher, eine Sportart zu wählen, die das ungeborene Kind und den ohnehin belasteten Körper der Schwangeren keinen zusätzlichen Gefahren aussetzt. Bei einer Schwangerschaft mit Komplikationen sollten Sie vorsichtshalber auf sportliche Betätigung verzichten beziehungsweise mit Frauenarzt oder Hebamme abgesprochene Sportarten wählen.

Halten Sie sich fit, aber gehen Sie kein Risiko ein!


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