Schwangerschaft und Urlaub: Sonne und Solarium

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. August 2016)

Gleichmäßig gebräunte Haut ist schön anzusehen und suggeriert Wohlbefinden. Und der Urlaub am Strand kann durchaus erholsam sein. Doch ist Sonnenbaden während der Schwangerschaft empfehlenswert? Grundsätzlich sollten Sie sich mit Ihrem Frauenarzt besprechen, wenn Sie ins Solarium gehen möchten oder einen Sonnenurlaub planen!

UV-A- und UV-B-Strahlung können Sonnenbrand, Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen – das gilt nicht nur in der Schwangerschaft. In der Schwangerschaft aber reagiert Ihre Haut hormonbedingt anders auf die Sonneneinstrahlung, sowohl auf die natürliche Sonne wie auch auf das Solarium. Viele Schwangere bekommen ganz ohne besonders intensive Sonneneinstrahlung Pigmentflecken. Bei längeren Sonnenbädern können sich helle und dunkle Pigmentflecken bilden oder bestehende Flecken vergrößern.

Darum sollten Sie beim Sonnenbaden in der Schwangerschaft besonders vorsichtig sein und zunächst langsam ausprobieren, was Sie in dieser Zeit vertragen. Wenn Sie sich wohlfühlen, können Sie die Sonnenbäder langsam steigern. Das gilt für die natürliche Sonne als auch für das Solarium.

  • Meiden Sie in der Zeit von 12 bis 15 Uhr die direkte Sonne und
  • tragen Sie luftige Kleidung und am besten auch einen Sonnenhut.
  • Cremen Sie sich regelmäßig mit Sonnencreme ein und
  • achten Sie darauf, viel zu trinken.

Brechen Sie das Sonnenbad unverzüglich ab, wenn es Ihnen zu warm wird oder Sie sich unwohl fühlen. Denn die Hitze kann nicht nur bei Ihnen zu Kreislaufproblemen führen. Ihr Baby kann außerdem seine Körpertemperatur noch nicht selbstständig regulieren. Überhitzung ist daher auch für Ihr Kind äußerst schädlich.

Wenn Sie nicht auf das Solarium verzichten möchten, planen Sie eine kürzere Zeitspanne ein und reduzieren Sie die Anzahl der Besuche im Sonnenstudio. Wählen Sie außerdem ein schwächeres Gerät, um Ihr Kind vor zu starken Temperaturschwankungen und einer Überhitzung zu schützen und Kreislaufproblemen vorzubeugen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie gut beraten werden und man im Solarium auf Ihre Schwangerschaft eingeht.

Selbstbräuner

Eine sinnvolle Alternative zum Solarium sind Selbstbräuner. Die meisten handelsüblichen Cremes, Sprays oder Gele sind unbedenklich für Ihr Baby, weil sie nur die oberste Hautschicht chemisch verfärben. Verzichten Sie aber auf Produkte, in denen bräunungsbeschleunigende Psoralene enthalten sind, weil diese möglicherweise Krebs auslösen können.