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Schwangerschaftsübelkeit

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (07. April 2014)

Allgemeines

Vier von fünf Schwangeren haben mit Schwangerschaftsübelkeit zu tun, nicht selten gefolgt von Erbrechen. Die Übelkeit tritt im Schnitt um die 5. Schwangerschaftswoche (SSW) herum auf, nimmt bis zur 9. SSW zu und verschwindet dann bis zur 16. SSW wieder. Selten leiden Schwangere über die gesamte Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen, noch seltener in einem Ausmaß, dass behandelt werden muss.

Die Übelkeit in der Schwangerschaft wird auch fälschlicherweise (aber häufig) als Morgenübelkeit bezeichnet. Tatsächlich tritt sie bei vielen betroffenen Schwangeren oft morgens auf – das muss aber nicht so sein. Die typische Schwangerschaftsübelkeit (auch: Emesis gravidarum) beschränkt sich auf das erste Schwangerschaftsdrittel, kann sich aber zu jeder Tageszeit äußern. In den meisten Fällen fühlt sich die Schwangere bis auf den Moment der Übelkeit oder des Erbrechens nicht krank – ihr ist also nicht den ganzen Tag lang übel, sondern nur zu festen Zeiten, die sich (fast) täglich wiederholen, meist aber nicht lange anhalten.

Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit scheinen hormonelle Anpassungsstörungen zu sein. Im ersten Schwangerschaftsdrittel passiert viel im Körper der Schwangeren, damit die befruchtete Eizelle sich einnisten kann und anschließend der Embryo ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Viele Hormone, die im Körper der Frau vorkommen, ändern jetzt ihre Konzentration, das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) ist sogar nur während der Schwangerschaft vorhanden. Auf diese Veränderungen muss sich der Körper erst einmal einstellen – und reagiert mit verschiedenen typischen Schwangerschaftsbeschwerden, zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen.

Neben den Hormonen werden auch andere Ursachen für die Übelkeit in der Schwangerschaft diskutiert, beispielsweise bestimmte Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung. Psychische Belastungen können die Übelkeit in der Schwangerschaft noch verstärken.

In der Frühschwangerschaft sind Übelkeit und gelegentliches Erbrechen meist unbedenklich. Auch wenn sie mit einem leichten Gewichtsverlust verbunden sind.

Nur selten haben Frauen während der gesamten Schwangerschaft mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen oder leiden unter besonders schwerer, anhaltender Übelkeit mit Erbrechen. Solche Fälle können Ausmaße annehmen, die behandelt werden müssen (Hyperemesis gravidarum). Die Schwangere muss dann über die Zeit, die die außerordentliche Übelkeit anhält, im Krankenhaus stationär aufgenommen und wenn nötig über einen Tropf mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden.

Besonders wenn Übelkeit und Erbrechen im letzten Schwangerschaftsdrittel auftauchen, muss die Ursache abgeklärt werden, um eine Gestose ausschließen oder möglichst schnell behandeln zu können.







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