Schwangerschafts­streifen (Striae gravidarum): Entstehung, Aussehen und Verlauf

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (21. Juni 2016)

Am Bauch verlaufen Schwangerschaftsstreifen gewöhnlich von oben nach unten, während sie an der Brust strahlenförmig zur Brustwarze hin angeordnet sind. Manchmal sind auch Oberarme und Oberschenkel von den Schwangerschaftsstreifen betroffen. Die Dehnungsstreifen sind etwa einen bis mehrere Zentimeter lang und können bis zu zwei Zentimeter breit werden. Sie haben eine unebene Oberfläche. Die ersten Streifen tauchen selten vor der 16. Schwangerschaftswoche auf; meist bilden sie sich erst gegen Ende der Schwangerschaft.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Unser Bindegewebe sorgt dafür, dass die Haut elastisch bleibt. Es besteht aus einem sehr feinen Netz aus kollagenhaltigen Fasern. Wird die Haut stark gedehnt, trennen sich einzelne Fasern voneinander, sodass feine Risse in der Unterhaut entstehen.

Die Haut an Bauch, Hüften, Busen und Schenkeln wird während der Schwangerschaft stark beansprucht: Das Hormon Kortisol, welches während der Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttet wird, ist in dieser Zeit dafür verantwortlich, dass das Unterhautgewebe weniger elastisch ist, sodass es leichter reißen kann. Steigt das Gewicht in der Schwangerschaft jetzt noch zu schnell oder stark an, nimmt das Risiko für Schwangerschaftsstreifen deutlich zu.

Wie geht es nach der Schwangerschaft weiter?

Die Schwangerschaftsstreifen verblassen nach der Geburt und werden meist deutlich schmaler – ganz verschwinden sie jedoch nicht mehr.