Schwangerschafts­beschwerden: Wassereinlagerungen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2015)

Wassereinlagerungen (Ödeme) treten bei vielen Schwangeren besonders zum Ende der Schwangerschaft hin auf. Sie können sich aber während der gesamten Schwangerschaft zeigen – je früher sie auftreten, desto genauer sollten sie aber beobachtet werden, da sie in seltenen Fällen ein Anzeichen für eine sogenannte Präeklampsie sein können. Diese Schwangerschaftserkrankung zeichnet sich durch Bluthochdruck aus, der mit einer vermehrten Ausscheidung von Eiweiß im Urin (Proteinurie) einhergeht.

In der Regel aber sind die Wassereinlagerungen harmlos, wenn auch unangenehm. Meistens sind Füße und Beine von den Wassereinlagerungen betroffen, manchmal aber auch Gesicht und Hände. Die Ödeme entstehen dadurch, dass die Blutgefäße hormonell bedingt geweitet und durchlässiger für Flüssigkeiten sind.

Wechselduschen, viel trinken, viel Obst und das Hochlagern der Beine können Wassereinlagerungen entgegenwirken oder sie zumindest lindern.

Achtung: Von entwässernden Tees und Medikamenten wird in der Schwangerschaft abgeraten. Auch auf spezielle Diäten sollten Sie verzichten, da diese schnell zu einer Mangelernährung führen.

In einigen Fällen kann Akupunktur vorübergehende Linderung bieten – sprechen Sie hierfür mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Nach der Geburt verschwinden die Wassereinlagerungen schnell von selbst, meistens über starkes Schwitzen.