Schwangerschafts­beschwerden: Sodbrennen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2015)

Sodbrennen kommt in der Schwangerschaft häufig vor: Rund die Hälfte aller Schwangeren leidet im Verlauf ihrer Schwangerschaft darunter. Der schützende Schließmuskel des Magens, der die Grenze zur Speiseröhre bildet, wird während der Schwangerschaft schlaffer. Die wachsende Gebärmutter drückt auf den Magen, der Schließmuskel gibt letztlich etwas nach und der Magensaft kann in die Speiseröhre zurückfließen.

Sodbrennen äußert sich durch schmerzhaftes Brennen, das sich vom Oberbauch bis in den Hals erstreckt.

Vorbeugen

Sie können Sodbrennen vorbeugen, indem Sie wenige größere Mahlzeiten in mehrere kleinere aufteilen. Auch kleine Snacks, wie beispielsweise Nüsse oder Studentenfutter, können schnelle Abhilfe schaffen. Vermeiden Sie außerdem schwere, fettige und sehr scharfe Speisen.

Essen Sie möglichst kurz vor dem Schlafen nichts mehr und nehmen Sie zum Schlafen eine Position ein, in der die Gebärmutter möglichst wenig auf den Magen drückt. Bei einigen Schwangeren reicht es hierfür schon aus, wenn sie sich ein weiteres Kissen hinter Kopf und Rücken legen. Andere müssen den Oberkörper aufrecht lagern, um überhaupt schlafen zu können. Doch keine Sorge: Nach der Geburt verschwindet das Sodbrennen wieder.

Tagsüber sollten Sie bequeme, lockere Kleidung tragen, die nicht in den Bauch drückt.

Behandlung

Da Sodbrennen in der Schwangerschaft in der Regel nicht durch eine Magenübersäuerung bedingt ist, sind säureblockende Medikamente (Antazida) hier nur begrenzt wirksam, können aber bei Bedarf und nach vorheriger Absprache mit dem Frauenarzt eingesetzt werden.

Säurebindende Speisen wie Milch oder Zwieback können helfen, gegen das Sodbrennen anzugehen. Fencheltee oder ein Teelöffel Senf, jeweils nach der Mahlzeit eingenommen, wirken bei einigen Schwangeren Wunder.