Schwangerschafts­beschwerden: Schlafstörungen / Müdigkeit

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2015)

Schlafstörungen und anhaltende Müdigkeit machen vielen Schwangeren besonders in den ersten und letzten drei Monaten der Schwangerschaft zu schaffen. Zu Beginn der Schwangerschaft kann das vorwiegend auf die hormonellen Umstellungen zurückgeführt werden. Am Ende der Schwangerschaft ist der Schlaf häufig unterbrochen, weil das Baby tritt und die Schwangere möglicherweise durch die näher rückende Geburt nervös und unruhig ist. Außerdem wird es dann immer schwerer, eine angenehme Schlafposition zu finden.

Abhilfe

Sobald Sie merken, dass Sie schlecht schlafen oder dauerhaft müde sind, sollten Sie sich schonen und etwas kürzer treten. Außerdem können Sie folgende Dinge ausprobieren:

  • Nehmen Sie ein warmes Bad, vor allem mit ätherischen Ölen – besprechen Sie sich aber vorher mit Hebamme oder Frauenarzt, denn ätherische Öle sind plazentagängig, d.h. sie können auf das ungeborene Baby übertragen werden
  • Eine Tasse heiße Milch oder Kräutertee hilft häufig weiter. Achtung: Nicht alle Kräutertees sind in der Schwangerschaft geeignet. Melisse, Fenchel oder spezielle Schwangerschaftstees können Sie beruhigt genießen. Pfefferminze sollten Sie zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr im Tee verwenden, da sie die Milchbildung herabsetzen kann. Auf Salbeitees sollten Sie in der Schwangerschaft ganz verzichten.
  • Wenden Sie Atem- und Entspannungsübungen an.
  • Um eine gute Schlafposition zu finden kann es helfen, wenn Sie sich mit vielen Kissen umgeben, die Kopf, Rücken und Bauch zu allen Seiten stützen.

Auf der Seite liegende Schwangere. © iStock

Die richtige Position kann bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft helfen.

Vorbeugen

Um es erst gar nicht zu Schlafstörungen und vermehrter Müdigkeit kommen zu lassen, hilft es gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft, wenn Sie sich viel an der frischen Luft bewegen. Spazierengehen, leichter Sport, Schwimmen oder Schwangerschaftsgymnastik, -yoga oder -bauchtanz sind hierfür optimal geeignet. Trinken Sie außerdem viel. Wenn Sie aufgrund von Unruhe vor der Geburt an Schlafstörungen leiden, kann es helfen, wenn Sie sich in die Vorbereitungen stürzen. Gerade wenn Sie bereits im Mutterschutz sind und keinen gewohnten Alltag mehr um sich haben, kann Ablenkung durch Beschäftigung Ihnen weiterhelfen: Bereiten Sie das Kinderzimmer vor, erledigen Sie die letzten Anschaffungen und besuchen Sie einen Geburtsvorbereitungskurs.