Schwangerschafts­beschwerden: Rückenschmerzen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2015)

Rückenschmerzen können während der gesamten Schwangerschaft aus unterschiedlichen Gründen auftreten.

Kreuzschmerzen können dadurch entstehen, dass der wachsende Bauch Sie nach vorne zieht und Sie automatisch versuchen, dieses Gewicht nach hinten auszugleichen und dadurch die Schultermuskulatur überlastet wird. Lagern Sie sich aufrecht im Bett oder auf der Couch und lassen Sie häufiger die Schultern kreisen oder sich von Ihrem Partner massieren.

Außerdem wird der Beckenboden zunehmend belastet und das Gewebe wird hormonell bedingt weicher und nachgiebiger. Bänder und Gelenkverbindungen lockern sich. Um dem entgegenzuwirken, belasten Sie Ihre Muskulatur zunehmend. Beckenbodentraining, spezielle Rückenübungen sowie Schwangerschaftsgymnastik und -yoga können zum einen abhelfen und bereiten Sie außerdem optimal auf die Geburt vor. Fragen Sie hierzu Ihre Hebamme – viele bieten in ihren Praxen spezielle Kurse an.

Zum Ende der Schwangerschaft nimmt das Baby die Geburtsposition ein. Dabei liegt es in der Regel kopfüber mit dem Gesicht nach hinten. Zeigt das Gesicht nach vorne, kann der Kopf des Babys auf Ihr Kreuzbein drücken und so Schmerzen verursachen. Sie können Ihren Rücken entlasten, indem Sie häufiger auf Hände und Knie (Vierfüßlerstand) gehen und so Gewicht von der Wirbelsäule nehmen.

Illustration eines ungeborenen Babys

In der Schwangerschaft wird die Wirbelsäule stark belastet.