Schwangerschafts­beschwerden: Harndrang

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2015)

Harndrang ist für viele Schwangere ein Problem. Besonders, da sie nicht nur häufiger auf die Toilette müssen, sondern beim Lachen, Husten oder unter Belastung auch einmal ungewollt Urin verlieren können.

Der zunehmende Harndrang entsteht, weil das Gewebe lockerer und stärker durchblutet wird. Die Nieren sind aktiver und produzieren mehr Urin. Dazu drückt im Verlauf der Schwangerschaft die Gebärmutter zunehmend auf die Blase. Außerdem sollten Sie in der Schwangerschaft besonders darauf achten, ausreichend zu trinken – was den Harndrang leider noch unterstützt.

Dem vermehrten Harndrang können Sie lediglich durch Beckenbodentraining etwas entgegenwirken. Tragen Sie zur Sicherheit dickere Slipeinlagen, aber reduzieren Sie Ihre Trinkmenge nicht! Das häufige Wasserlassen ist nur lästig, aber nicht gefährlich. Suchen Sie aber Ihren Frauenarzt auf, wenn sie Schmerzen und häufiges Ziehen beim Wasserlassen bemerken: Das kann auf eine Harnwegsinfektion hindeuten, die unbedingt behandelt werden muss.