Ultraschall in der Schwangerschaft: 1. Ultraschall

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (23. November 2016)

Um eine Schwangerschaft eindeutig festzustellen, wird der Frauenarzt zusätzlich zu einem Schwangerschaftstest im Rahmen der Erstuntersuchung gewöhnlich einen ersten Ultraschall durchführen. Das ist etwa ab der 5. oder 6. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

In der 6. SSW ist eine Chorionhöhle von etwa zehn Millimetern Durchmesser mit einer umgebenden verdickten, unregelmäßigen Ringstruktur zu erkennen. Dieser Ring ist an einer Seite dicker. Diese Verdickung entsteht durch die einseitig dichteren Zotten an der Einnistungsstelle. Für den Arzt ist dies der sichere Anhaltspunkt, dass sich die Keimanlage in der Gebärmutter (intrauterin) befindet und sich nicht außerhalb der Gebärmutter (extrauterin, z.B. in der Bauchhöhle) eingenistet hat.

Ultraschall 5. SSW

1. Ultraschall um die 6. SSW

Seien Sie nicht zu enttäuscht, wenn Sie selber zu diesem frühen Zeitpunkt nicht viel erkennen können. Frühestens eine Woche später, in der 7. SSW, werden die Strukturen des Embryos und seine Herzaktion (Herzschlag) erkennbar. Dann kann Ihnen Ihr Arzt bestätigen, dass bei Ihnen eine intakte intrauterine Schwangerschaft besteht. Über die körperlichen Strukturen oder das Geschlecht des Kindes kann der Ultraschall zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussagen machen.

Dieser erste Ultraschall dient lediglich dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen. Der erste große Ultraschall im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen erfolgt zwischen der 9. und 12. SSW und ist für werdende Eltern meist ein aufregenderes Erlebnis. Nun sind vielleicht schon erste unkontrollierte Bewegungen zu sehen, sicherlich aber der Herzschlag des Embryos.

Beim ersten großen Ultrschall werden folgende Daten ermittelt:

  • Scheitel-Steiß-Länge (SSL)
  • Lage, Bewegungen und Herzaktivität des Babys
  • Feststellung der Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
  • Entwicklung von Gehirn, Organen und Gliedmaßen