Risikoschwanger­schaft: Zusätzliche Untersuchungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2015)

Bei einer Risikoschwangerschaft überwachen Ärzte und Hebamme die werdende Mutter und das ungeborene Kind noch engmaschiger als gewöhnlich. Die einfachen Vorsorgeuntersuchungen, die sich an die Erstuntersuchung anschließen, können daher (je nach Einschätzung des Frauenarztes) in folgenden Intervallen vorgenommen werden:

Im Rahmen einer normalen Schwangerschaft sind neben dem Ultraschall bei der Erstuntersuchung zwei weitere Ultraschalluntersuchungen im Verlauf der Schwangerschaft vorgesehen, die jeweils mit einer der regulären Vorsorgeuntersuchungen zusammengelegt werden. Bei einer Risikoschwangerschaft können häufigere Ultraschalluntersuchungen sowie ein Organultraschall vorgenommen werden.

Im Rahmen einer Risikoschwangerschaft übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einige zusätzliche Untersuchungen, die Schwangere gewöhnlich selber tragen müssen. So kann in der Zeit zwischen der 10. bis 12. Schwangerschaftswoche die sogenannte Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden, die genetische Besonderheiten wie Trisomien und verschiedene Stoffwechselerkrankungen nachweisen kann. Bei unklarem Befund schließt sich an die Chorionzottenbiopsie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) an.

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche können Sie außerdem eine Nackenfaltenmessung vornehmen lassen. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.