Risikoschwanger­schaft: Alter der werdenden Mutter

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2015)

Zwischen 20 und 29 Jahren ist das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft am geringsten. Frauen unter 20 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für Durchblutungsstörungen der Gebärmutter und es kommt häufiger als bei älteren Schwangeren zu vorzeitigen Wehen. Auch sind – prozentual gesehen – Kinder von Schwangeren unter 20 Jahren eher unterentwickelt als Kinder älterer Schwangerer. Nicht zuletzt ist bei ihnen die Frühgeburten-Rate höher.

Bei sehr jungen Schwangeren – Mädchen unter 16 Jahren – kommt es im Lauf der Schwangerschaft häufiger zur sogenannten Präeklampsie, dem schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck.

Bei Frauen über 35 Jahren ist dagegen das Fehlgeburten-Risiko höher als bei jüngeren Schwangeren. Außerdem steigt die Gefahr für Schwangerschaftsdiabetes, Myome (gutartige Gebärmuttergeschwülste) und Präeklampsie. Auch chromosomale Störungen des Fötus, vor allem das Down-Syndrom (Trisomie 21), kommen bei Kindern älterer Frauen häufiger vor.


Darum werden nach den Mutterschafts-Richtlinien folgende Altersgruppen als Risikoschwangere eingestuft:

  • Schwangere, die 18 Jahre oder jünger sind.
  • Erstgebärende, die 35 Jahre oder älter sind.
  • Mehrgebärende (also Schwangere, die bereits mindestens einmal schwanger waren), die 40 Jahre oder älter sind.