Schwangerschaft und Urlaub

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. August 2016)

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Wenn einer eine Reise tut, hat er vieles zu bedenken. Achten Sie besonders in der Schwangerschaft trotz Urlaubsstimmung auf Ihr Wohlbefinden. Ein Urlaub soll erholsam sein!

Vermeiden Sie daher gerade in der Schwangerschaft außergewöhnliche Anstrengungen, sondern tanken Sie vielmehr Energie für die kommenden Monate und die Geburt. Nicht zuletzt ist daher das richtige Reiseziel von großer Bedeutung.

Wohin soll die Reise gehen? Reisen innerhalb Europas sind in der Schwangerschaft unproblematisch, solange Sie keine Höhen über 2.000 Meter erklimmen möchten. Problematisch wird es für Schwangere, wenn ein Urlaub in tropische Länder geplant ist: Die Klimabelastung und der Stress aufgrund der langen Anreise können sich negativ auf das Immunsystem der werdenden Mutter auswirken und somit die Empfänglichkeit für Infektionskrankheiten erhöhen. Das wiederum kann gefährlich sowohl für Sie als auch für Ihr Kind sein. Impfungen gegen diese Krankheiten sollten Sie während der Schwangerschaft möglichst vermeiden – daher ist es sinnvoll, ein geeigneteres Reiseziel zu wählen.

In der Zeit vom vierten bis inklusive siebten Schwangerschaftsmonat, also im zweiten Drittel der Schwangerschaft, sind Reisen meist ohne Probleme möglich. Dennoch sollten Sie sich vor längeren Auslandsaufenthalten von Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt beraten lassen.

Risikoreicher sind Reisen in der Frühschwangerschaft, also bis Ende des dritten Monats. Hier ist das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht, weil der Körper durch die neue Situation ohnehin schon stärker belastet ist und noch dabei ist, sich auf die Schwangerschaft einzustellen. Etwa ab dem vierten Monat ist dieser Prozess abgeschlossen.

Auch Reisen in der späteren Schwangerschaft sind kritisch zu betrachten. Der Körper ist nun durch das wachsende Gewicht und verschiedene Schwangerschaftsbeschwerden stärker belastet, das Risiko für eine Frühgeburt durch eine anstrengende Reise ist nun erhöht.

In vielen exotischeren Ländern ist eine Gesundheitsversorgung bei Komplikationen in der Schwangerschaft außerdem nicht sicher gewährleistet. Fehl- oder Frühgeburten könnten daher einen Rettungsflug notwendig machen. Transportinkubatoren für Frühgeburten, um das Kind sicher zu transportieren, stehen oft nicht zur Verfügung.