Schwangerschaft und Urlaub: Fliegen in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. August 2016)

Flugreisen sollten während der Schwangerschaft höchstens zwei bis drei Stunden dauern. Zum einen kann eine mögliche Zeitverschiebung am Urlaubsziel belastend wirken. Achten Sie deshalb auf nur geringe Intervalle, damit Sie und Ihr Kind keinem größeren Stress ausgesetzt sind.

Es gibt Fluggesellschaften, die von Schwangeren ab der 32. Schwangerschaftswoche eine Unbedenklichkeitserklärung des Arztes verlangen – erkundigen Sie sich daher besser danach, bevor Sie Ihren Urlaub buchen. Bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft wird Ihr Frauenarzt nichts gegen Ihre Urlaubspläne einzuwenden haben und kann sicherlich noch weitere Tipps für Ihr individuelles Wohlbefinden geben. Nach der 36. Schwangerschaftswoche werden Schwangere von den meisten Airlines nicht mehr befördert.

Schwanger Auto fahren

Im Lauf der Schwangerschaft wird Ihr Bauch immer größer und erschwert Ihnen besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel den Alltag. Schwanger Auto fahren ist jetzt für viele Frauen eine Herausforderung. Sie kämpfen regelmäßig mit dem Sicherheitsgurt, der drückt und nicht dort sitzt, wo er eigentlich sein sollte. Da scheint es leichter und bequemer, den störenden Gurt einfach wegzulassen. Und was passiert, wenn der Airbag ausgelöst wird?

Generell gilt: Fahren Sie in der Schwangerschaft lieber zu vorsichtig als zu rasant und versuchen Sie, holperige Straßen und Schlaglöcher zu vermeiden. Fahren Sie in den letzten Wochen der Schwangerschaft wenn möglich nicht selbst, denn dann haben viele Schwangere mit Konzentrationsstörungen zu kämpfen.

Wichtig ist: Suchen Sie auf jeden Fall Ihren Frauenarzt auf, wenn Sie auch nur einen kleinen Unfall hatten. Schon ein kleiner Aufprall kann unter Umständen dazu führen, dass sich noch einige Zeit später die Plazenta ablöst. Das passiert selten, sollte aber ärztlich abgeklärt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Sicherheitsgurt: ja oder nein?

Legen Sie den Sicherheitsgurt im Auto unbedingt an! Frauenärzte warnen davor, sich während der Schwangerschaft nicht anzuschnallen – davon unabhängig gilt auch für Schwangere ohnehin die Anschnallpflicht.

Ohne Sicherheitsgurt ist die Verletzungsgefahr für Sie und Ihr Baby deutlich höher, und auch das Risiko eines tödlichen Unfalls steigt. Wenn der Gurt am Bauch unangenehm wird, können Sie ein Kissen unterlegen und den Gurt zwischen Bauch und Oberschenkel straff anlegen. Im Fachhandel gibt es außerdem speziell ausgestattete Sitzkissen und Beckengurtpolsterungen, die es ermöglichen, den Sicherheitsgurt um den Babybauch herum zu führen.

Wenn der Geburtstermin näher rückt, empfiehlt es sich, dem Partner das Steuer zu überlassen. Längere Autofahrten verursachen Stress und ermüden die ohnehin schon stark belasteten Beine zusätzlich. Stärkere Erschütterungen können dann sogar Wehen auslösen.

Airbag

Der Airbag stellt keine Gefahr für die Schwangere und ihr Kind dar. Er schützt im Gegenteil vor einem Aufprall auf Lenkrad oder Armaturenbrett. Stellen Sie trotzdem Ihren Sitz möglichst weit nach hinten, dann ist die Sicherheit für Sie und Ihr Kind gewährleistet.

Bahnreisen in der Schwangerschaft

Am entspanntesten sind vermutlich Bahnreisen in der Schwangerschaft. Sie können die Beine hochlegen oder vertreten, wann Sie möchten, müssen sich nicht aufs Autofahren konzentrieren und haben praktisch die ganze Reise über Pause. Erkundigen Sie sich vorher nach speziellen Gepäckservices, falls Sie niemanden haben, der Ihre Koffer schleppt, denn das sollten Sie in der Schwangerschaft nicht selber tun. Außerdem ist es sinnvoll, sich schon beim Ticketkauf einen Platz zu reservieren und Ausweichzüge im Blick zu behalten, falls es Verspätungen gibt.