Pränataldiagnostik: Ultraschall in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Der Ultraschall ist in der Schwangerschaft sowohl für die Pränataldiagnostik als auch für die Routinekontrollen wichtig. Routinemäßig und von allen Krankenkassen erstattet, untersucht der betreuende Frauenarzt die Schwangere dreimal mit Ultraschall:

  1. in der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche
  2. in der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche
  3. in der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche

Darüber hinaus lässt sich der Ultraschall in der Schwangerschaft auch einsetzen, um im Rahmen der Pränataldiagnostik nach Fehlbildungen zu suchen. Eine Ultraschalluntersuchung nimmt der Arzt von außen durch die Bauchdecke (abdominaler Ultraschall) oder durch Einführen eines schlanken Schallkopfs in die Scheide (vaginaler Ultraschall) vor.

Durch den Ultraschall in der Schwangerschaft lässt sich ermitteln, wie groß das Baby ist und wie sich seine Organe und die Skelettstruktur entwickeln. Etwa ab der 18. Schwangerschaftswoche kann der Frauenarzt im Rahmen der Pränataldiagnostik auch bestimmte Fehlbildungen, beispielsweise angeborene Herzfehler, Fehlbildungen des Magen-Darm-Trakts, der Nieren oder Entwicklungsstörungen des sogenannten Neuralrohrs (z.B. Spina bifida), mittels Ultraschall erkennen. Mithilfe eines sogenannten Farbdopplers (Doppler-Ultraschall) kann er außerdem den kindlichen Blutfluss sowie die Durchblutung der Nabelschnurgefäße und des Mutterkuchens (Plazenta) überprüfen.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass der Ultraschall in der Schwangerschaft eine Gefahr für das Baby darstellt. Auch für die Schwangere ist die Untersuchung weder mit Risiken noch mit Schmerzen verbunden.