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Der Mutterpass

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (23. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Mutterpass ist das wichtigste Dokument in Ihrer Schwangerschaft. Er begleitet Sie über eine lange Zeit: von dem Moment an, in dem Ihr Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt bis hin zur zweiten Nachuntersuchung nach der Geburt. Sie sollten Ihren Mutterpass immer bei sich tragen, damit man im Notfall schnell auf alle nötigen Daten Ihrer Schwangerschaft zugreifen kann.

Der Mutterpass dient dazu, den Verlauf der Schwangerschaft festzuhalten: Regelmäßige Blutwerte, Angaben über die durchgeführten Ultraschalluntersuchungen, Ihre Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, die Entwicklung Ihres Babys – all das wird im Mutterpass vermerkt. Außerdem notiert Ihr Arzt wichtige Hintergrundinformationen über Ihre Gesundheit im Mutterpass, etwa ob Sie eine chronische Erkrankung haben, aber auch Informationen über mögliche frühere Schwangerschaften.

Für viele Schwangere ist der Mutterpass eine Art offizielle Bestätigung der Schwangerschaft, "jetzt ist es amtlich, ich bin schwanger". Es gibt die unterschiedlichsten Mutterpass-Schutzhüllen, die oft weitere Einsteckfächer enthalten, in denen Sie Ultraschallbilder und wichtige Dokumente unterbringen können. Viele Schwangere zücken den Mutterpass gerne, um Freunden und Verwandten die neusten Fakten der Schwangerschaft mitzuteilen und Ultraschallbilder vorzuzeigen.

Schnell stellt sich dann die Frage: Was bedeuten all die Abkürzungen? Wofür sind die zahlreichen Untersuchungen nötig und wie kann ich die Ergebnisse entschlüsseln? Welche Untersuchungsergebnisse meines Frauenarztes werden wo und warum vermerkt? Wenn Sie sich einmal einen Überblick über Ihren Mutterpass verschafft haben, werden Sie schnell merken, dass Sie nicht nur Ihrem Umfeld gegenüber die Daten schnell abrufen und weitergeben können, sondern dass Sie auch die Erklärungen Ihres Frauenarztes besser zuordnen beziehungsweise gezielt Fragen zu einzelnen Punkten stellen können.

Der Mutterpass ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Je nachdem, ob Sie einen älteren Pass (vor September 2009) besitzen oder einen neueren Pass (ab September 2009) von Ihrem Arzt erhalten haben, können sich einzelne Abschnitte in wenigen Punkten voneinander unterscheiden.

  • Seite 1: Kontaktdaten von Frauenarzt und Hebamme sowie Liste für Daten der Untersuchungstermine
  • Seite 2-3: Serologische Untersuchungen (Mutterpass vor September 2009) / Laboruntersuchungen (Mutterpass ab September 2009): Ergebnisse der durchgeführten Bluttests
  • Seite 4: Angaben zu vorangegangenen Schwangerschaften und Besonderheiten der aktuellen Schwangerschaft
  • Seite 5-6: Anamnese und allgemeine Befunde / Erste Vorsorge-Untersuchung; besondere Befunde
  • Seite 7-8: Gravidogramm: Übersicht über den Schwangerschaftsverlauf
  • Seite 9: Besonderheiten zu Seite 5 und 6, Angaben zu eventuellen stationären Aufenthalten während der Schwangerschaft, Ergebnisse des CTGs
  • Seite 10-12: Ultraschalluntersuchungen: Ergebnisse der drei vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen sowie weiterer eventuell vorgenommener Ultraschalluntersuchungen
  • Seite 13: Normkurven für den fetalen Wachstumsverlauf: Hier können Sie die ermittelten Werte Ihres Babys mit den normalen Durchschnittswerten vergleichen.
  • Seite 14: Weiterführende Ultraschalluntersuchungen, dopplersonographische Untersuchungen: Wird nur ausgefüllt, wenn gesonderte Untersuchungen nötig sind.
  • Seite 15-16: Abschluss-Untersuchung / Epikrise: Wird nach der Geburt ausgefüllt und enthält Daten zu Geburt und Wochenbett.
  • Seite 17-32: Platz für Angaben einer weiteren Schwangerschaft entsprechend Seite 2-16

Bringen Sie Ihren Mutterpass zu allen Vorsorgeuntersuchungen – ob beim Frauenarzt oder bei einer Hebamme – mit. Natürlich darf er auch bei der Geburt nicht fehlen, denn auch der Geburtsverlauf und die Daten Ihres neugeborenen Kindes werden im Mutterpass notiert.


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