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Medikamente in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (23. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Keine Medikamente in der Schwangerschaft! Oder doch? Die meisten Wirkstoffe gelangen über die Nabelschnur auch in den Organismus des ungeborenen Babys. Viele Schwangere sind daher unsicher, was in der Schwangerschaft möglich ist und wovon sie lieber die Finger lassen sollten.

Generell sollte für die Schwangerschaft gelten: Medikamente sind nur dann nötig, wenn die Gesundheit der werdenden Mutter oder des ungeborenen Kindes gefährdet ist. Alle weiteren Beschwerden in der Schwangerschaft, die unangenehm aber ungefährlich sind, sollten mit anderen Mitteln behandelt werden. Jede Medikamenteneinnahme sollte außerdem mit dem Frauenarzt abgesprochen werden.

Der Frauenarzt ist in der Schwangerschaft Ihr Ansprechpartner Nummer eins für alle Beschwerden, da er den Verlauf Ihrer Schwangerschaft kennt. Bei Bedarf wird er Sie an die entsprechenden Fachärzte überweisen.

Dennoch gibt es einige Medikamente, die auch in der Schwangerschaft, besonders nach der kritischen Phase der ersten zwölf Wochen (1. Trimester), bedenkenlos (in Maßen) eingenommen werden können. Hierzu gehören das Schmerzmittel Paracetamol sowie verschiedene Antibiotika. Möglicherweise sind auch viele Medikamente, deren Packungsbeilage anderes aussagt, unbedenklich – doch gibt es in der Regel nur unzureichende Studien, da Tests an Schwangeren ethisch nicht vertretbar sind. Darum dient die Aussage "nicht in Schwangerschaft & Stillzeit" zunächst der Absicherung der Hersteller.

Besprechen Sie sich grundsätzlich mit Ihrem Frauenarzt und nehmen Sie keine Medikamente in Eigenregie ein.

Bei den meisten Schwangerschaftsbeschwerden und leichten Erkrankungen in der Schwangerschaft ist es sinnvoll, es zunächst ohne Medikamente zu versuchen. Viele Beschwerden lassen sich durch häufigere Ruhepausen, viel Flüssigkeit, eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft beseitigen. Reicht das nicht aus, gibt es noch verschiedene Tipps und Hausmittel, die gerade bei leichteren Erkrankungen häufig schon ausreichen oder eine medikamentöse Behandlung unterstützen können.

Krankheiten vorbeugen

Vielen Erkrankungen können Sie in der Schwangerschaft mit einfachen Mitteln vorbeugen. So können Sie Infektionen – auch gefährliche Infektionen wie Listeriose oder Toxoplasmose – weitgehend vermeiden, indem Sie besonders auf Hygiene achten: Waschen Sie die Hände nach jedem Toilettengang, nachdem Sie die Katzentoilette gereinigt haben und nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln, besonders mit rohem Fleisch und Obst und Gemüse aus dem Garten. Tragen Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe, um Kontakt zu Tierkot auszuschließen.

Bewegen Sie sich außerdem viel an der frischen Luft, trinken Sie mindestens zwei Liter am Tag (stilles Wasser und Kräuter- und Früchtetees) und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Überanstrengen Sie sich nicht! Gönnen Sie sich häufiger eine Auszeit, legen Sie die Beine hoch, nehmen Sie ein Bad oder hören Sie entspannende Musik. Und achten Sie darauf, dass Sie genügend Schlaf bekommen.


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