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Kindsbewegungen: Es boxt und purzelt im Bauch

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Juni 2014)

© Jupiterimages/Hemera

Ein positiver Test und die ersten Bilder des Kindes im Ultraschall machen eine Frau offiziell zur Schwangeren. Doch viele werdende Mütter – und mit ihnen auch die Väter – warten mindestens ebenso gespannt auf die ersten Kindsbewegungen, wollen ihren Nachwuchs endlich spüren und wissen, dass es ihm gut geht.

Sobald sich das Kind durch seine Tritte, Puffe und Drehungen meldet, ist es für die Mutter wesentlich greifbarer, dass tatsächlich ein neues Leben in ihr heranwächst. Die Bewegungen stärken die Mutter-Kind-Bindung und helfen gerade den Müttern, denen es schwerer fällt, ihre Schwangerschaft als gegeben hinzunehmen.

Ab wann kann ich die Bewegungen meines Kindes spüren?

  • Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, spüren ihr Baby meist etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) zum ersten Mal, es kann aber auch bis zur 22. SSW dauern.
  • Mehrgebärende sind früher dran: Sie merken oft schon ab der 18. SSW zarte Kindsbewegungen in ihrem Inneren, mitunter schon ab der 16. SSW.

Viele Mütter beschreiben die ersten Kindsbewegungen als Flattern oder leichtes Zittern in ihrer Bauchhöhle, manche nehmen ein kitzelndes Gefühl wahr. Schon recht früh hicksen die Kleinen, wenn sie einen Schluckauf haben. Jedoch: Nicht selten deuten Schwangere ihre eigene Darmaktivität als Bewegungen des Kindes fehl.

Stärkere Bewegungen machen sich meist erst um die 24. bis 25. SSW bemerkbar: Das Baby tritt, boxt und wendet sich, später beult es die Bauchdecke hervor. Viele Kinder bewegen sich in den Abendstunden am meisten.

Unser Tipp: Genießen Sie die Kindsbewegungen, streicheln Sie über Ihren Bauch, und lassen Sie Ihren Partner ebenfalls spüren und sehen, was sich in Ihrem Inneren tut. Sprechen Sie Ihr Kind an oder spielen Sie dem Nachwuchs Musik über einen auf den Bauch gesetzten Kopfhörer vor.

Ein gesundes Kind bewegt sich mehrmals am Tag kräftig, allerdings ist es normal, dass immer mal wieder für bis zu etwa 40 Minuten Ruhe herrscht – das Baby schläft dann. Schwangere, deren Vorderwand der Gebärmutter besonders dick ist, spüren die Tritte des Kindes schwächer.

Wenn Sie zweifeln, ob mit Ihrem Kind alles in Ordnung ist, sollten Sie auf Nummer sicher gehen und Ihren Arzt um Rat fragen. In den meisten Fällen reicht ein kurzer Blick mit dem Ultraschall oder einem speziellen CTG, dem K-CTG. Hierbei zeichnet der Arzt neben den kindlichen Herztönen und der Wehentätigkeit gleichzeitig die Bewegungen des Kindes auf. In den meisten Fällen zeigt sich, dass es dem Kind gut geht und alle Beteiligten beruhigen sich schnell wieder.

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Bis zur 32. SSW werden die Kindsbewegungen immer häufiger. Zum Ende der Schwangerschaft hin nehmen sie ab. Die Mutter spürt ihr Kind seltener und nicht mehr so intensiv – das kräftige Boxen weicht einem Schieben und Dehnen. Der Grund: Platzmangel.

Das Kind hat schlicht weniger Möglichkeiten, herumzuturnen. Dies gilt besonders, wenn der Kopf des Babys bereits ins Becken eingetreten ist. Außerdem nicken Babys in den letzten Wochen der Schwangerschaft häufiger ein.

Kindsbewegungen im Ultraschall: Der Arzt kann bereits ab der 7. oder 8. SSW erste Bewegungen des Kindes im Ultraschall sehen. Das wenige Zentimeter große Kind paddelt gewissermaßen im Fruchtwasser herum. Schon zwei Wochen später bewegt sich das Baby koordinierter: Es rudert mit den Armen und Beinen und bewegt zaghaft seine Hände und Füße. In den Zeiten vor Ultraschall und Urintest waren die Kindsbewegungen übrigens das einzige sichere Zeichen, ob eine Frau wirklich schwanger ist.

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