Infektionen in der Schwangerschaft: Pilzinfektionen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (29. Juli 2014)

Pilzinfektionen, besonders eine Infektion mit einem Scheidenpilz (vorwiegend Candida albicans), treten in der Schwangerschaft sehr häufig auf. Sie sind jedoch nicht unmittelbar gefährlich für das Ungeborene. Bei der Geburt können sie aber auf das Kind übertragen werden und können Mundsoor (Pilzinfektion im Mund mit weißen Ablagerungen) und Windeldermatitis auslösen. Außerdem sind Pilzinfektionen äußerst unangenehm für die werdende Mutter und können andere Infektionen begünstigen. Treten Pilzinfektionen besonders oft auf, sollte ein Diabetes mellitus ausgeschlossen werden.

Tipps, wie Sie einer Pilzinfektion vorbeugen können:

  • Ernähren Sie sich möglichst zuckerarm.
  • Verzichten Sie auf kunststoffbeschichtete Slipeinlagen.
  • Tragen Sie keine synthetische Kleidung.
  • Waschen Sie sich im Genitalbereich nur mit Wasser, nicht mit Seife.

Eine Pilzinfektion wird im Rahmen der in der Schwangerschaft üblichen Vorsorgeuntersuchungen festgestellt. Wenn Sie jedoch häufiges Jucken im Genitalbereich verspüren und starken, bröckeligen Ausfluss haben, sollten Sie sich auch außerhalb dieser Termine an Ihren Arzt wenden. Während der Schwangerschaft behandelt man eine Pilzinfektion nicht mit den üblichen Vaginalzäpfchen, sondern mit verschiedenen Cremes (z.B. mit den Wirkstoffen Butoconazol oder Clotrimazol).