Frauenarzt oder Hebamme?: Was ist eine Doula?

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (30. April 2015)

Trotz einer guten Hebamme und eines eingespielten Geburtshelferteams fühlen sich manche Schwangere nicht sicher und wünschen sich einen einfühlsamen Gesprächspartner, der ihre Ängste und Gefühle nachvollziehen kann. Hier kann eine sogenannte Doula weiterhelfen, die sich während der Geburt um die emotionalen Bedürfnisse der Gebärenden kümmert.

Eine Doula gibt der werdenden Mutter das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, während die Geburtshelfer für eine komplikationslose Geburt sorgen. Schon vor der Geburt wird sie zur Vertrauten der Schwangeren und kennt ihre Sorgen und Wünsche. Der Begriff Doula stammt aus dem Altgriechischen. Er bedeutet "Dienerin der Frau" und ist aus vielen alten Kulturen bekannt. Schon früher gaben erfahrene Frauen ihr Wissen und ihre Unterstützung an schwangere und gebärende Frauen weiter. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Anwesenheit einer Doula Kaiserschnitte und den Einsatz von Schmerzmitteln verringern kann.

Doulas haben keine medizinische Ausbildung und dürfen daher ohne Hebamme keine Geburt durchführen. Sie dienen lediglich der Unterstützung der Gebärenden.

Fragen Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme oder erkundigen Sie sich in Beratungsstellen rund um Schwangerschaft und Geburt nach einer Doula in Ihrer Nähe. Auch Freundinnen oder verwandte Frauen können die Funktion einer Doula übernehmen und Sie während Ihrer Entbindung begleiten.