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Fehlgeburt (Abort)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (05. März 2014)

Was geschieht dann?

Eine Fehlgeburt sollte beim Frauenarzt oder ein einer Klinik abgeklärt werden. Die Ärzte müssen feststellen:

  • um welche Form der Fehlgeburt es sich handelt,
  • ob die Schwangerschaft noch erhalten werden kann,
  • ob Medikamente notwendig sind, um die Fehlgeburt zu beenden und
  • ob eine Ausschabung nötig ist.

Können Lebenszeichen des Fötus festgestellt werden und der Muttermund ist noch verschlossen (drohende Fehlgeburt), werden die Ärzte gewöhnlich versuchen, die Schwangerschaft zu erhalten. In diesem Fall wird Bettruhe verordnet, je nach Notwendigkeit stationär in der Klinik. Häufig werden zusätzlich beruhigende Medikamente verabreicht. Die Einnahme von Magnesium-Tabletten soll die Wehentätigkeit unterdrücken. Bei einer drohenden Fehlgeburt ab der 22. SSW werden mitunter wehenhemmende Medikamente eingesetzt.

Sowohl bei der beginnenden Fehlgeburt (Abortus incipiens) als auch bei der unvollständigen Fehlgeburt (Abortus incompletus) werden die Ärzte die Fehlgeburt möglichst schnell zu einem Abschluss bringen, um Komplikationen für die Mutter zu vermeiden. Das bedeutet, dass die Ärzte wehenfördernde Medikamente verabreichen und eine Gebärmutterausschabung vornehmen.

Liegt der Sonderfall einer Missed abortion vor, muss die Fehlgeburt medikamentös eingeleitet werden. Zuvor wird die Blutgerinnung untersucht, da häufig Gerinnungsstörungen beobachtet werden, wenn der Fötus bereits längere Zeit verstorben ist. Anschließend wird auch hier die Gebärmutter ausgeschabt.

Bei rhesus-negativen Frauen, deren Partner rhesus-positiv ist, werden die Ärzte innerhalb von 72 Stunden nach der Fehlgeburt prophylaktisch Anti-Rh-Immunglobulin verabreichen. Damit soll eine Rhesusunverträglichkeit bei einer weiteren Schwangerschaft vermieden werden.







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