Ernährung in der Schwangerschaft: Übergewicht in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (15. März 2017)

Für eine Schwangerschaft muss der Körper an Gewicht zulegen, damit für die Schwangere und das Baby ausreichend Energie vorhanden ist. Im Durchschnitt liegt diese Zunahme zwischen 9 und 13,5 Kilogramm. Schlankere Frauen nehmen während einer Schwangerschaft meist mehr zu.

Leichtes Übergewicht ist bei Schwangerschaften in der Regel kein Problem. Auch einer generellen Neigung zu leichtem Übergewicht noch vor der Schwangerschaft ist nichts entgegenzusetzen. Ihr Body-Mass-Index (BMI) sollte allerdings unter der Grenze von 30 bleiben.

Wenn der BMI 30 oder mehr beträgt, spricht man von einer adipösen Veranlagung. Adipositas (Fettsucht) beeinträchtigt den Verlauf einer Schwangerschaft erheblich und gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Frühgeburten. Außerdem neigen stark übergewichtige Schwangere zur Übertragung ihres Nachwuchses, das heißt die Schwangerschaft dauert länger als 40 Wochen. Damit das Baby nicht zu lange in der Gebärmutter verbleibt, leiten die Ärzte in diesem Fall die Wehen künstlich ein oder führen einen Kaiserschnitt durch.

Aber nicht nur kurz vor der Entbindung können durch Übergewicht Probleme auftreten. Auch während der Schwangerschaft erschwert sich für stark übergewichtige Frauen der Alltag. Das zusätzliche Gewicht drückt auf die ohnehin schon überlasteten Gelenke, und auch Routineuntersuchungen wie Ultraschall können zum Problem werden. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko unter anderem an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken.

Diese Komplikationen betreffen allerdings nur eine geringe Anzahl von werdenden Müttern. Ein paar Pölsterchen richten keinen Schaden bei werdenden Müttern und ihrem Kind an und sollten nicht den Appetit auf die eine oder andere Leckerei nehmen. Sie können also ohne Sorge ab und an ein wenig Nervennahrung genießen, um sich und das Baby zu verwöhnen.

Vor allem sollten Schwangere von Fastentagen und Diäten, die nicht medizinisch notwendig sind, absehen. Der Nahrungsentzug stört die Entwicklung Ihres Babys und kann nicht vorhersehbare Schäden hervorrufen. Die werdende Mutter, deren Ressourcen nun besonders wichtig sind, entzieht ihrem Körper wichtige Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente. Vor Obst- oder Reistagen wird ebenfalls gewarnt. Während der Schwangerschaft sind diese beliebten Entwässerungsdiäten wirkungslos und schädigen ebenfalls Mutter und Kind.