Risikoschwanger­schaft: Einstufung als Risikoschwangerschaft

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2015)

Sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, und sich zur Erstuntersuchung zum Frauenarzt begeben, beginnt eine engmaschige Überwachung der Schwangerschaft. Bei der Erstuntersuchung, aber auch bei den nächsten Vorsorgeuntersuchungen, wird der Frauenarzt zahlreiche Fragen zur Krankengeschichte, möglichen früheren Schwangerschaften und aktuellen Problemen stellen und die Antworten im Mutterpass festhalten. Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, kann anschließend die Einstufung der Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft erfolgen.

Wichtige Kriterien für die Einstufung als Risikoschwangerschaft sind:

Tatsächlich fallen viele Schwangere (etwa 3 von 10) in die Kategorie "Risikoschwangerschaft", da es unzählige Faktoren gibt, die eine Schwangerschaft negativ beeinflussen können. Die Betonung liegt hier jedoch auf "können". Die Einstufung als Risikoschwangerschaft bedeutet nicht zwingend, dass Komplikationen auftreten, eine Gefahr für Mutter und Kind besteht oder die Schwangere sich besonders schonen müsste.

Die Schwangere sollte hier – wie es auch der Frauenarzt tut – ganz klar trennen zwischen den theoretischen Risiken (wie beispielsweise einem höheren Alter oder einer Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaft) und den praktischen Risiken (wie einer bestehenden schweren Erkrankung).

Risikoschwangere werden zunächst lediglich noch engmaschiger betreut, können mehr Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen und die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige Zusatzuntersuchungen, die Schwangere gewöhnlich selber tragen müssen. So lassen sich Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln.