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Contergan

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. März 2014)

© Jupiterimages/Stockbyte

In den 1950er Jahren verschrieben Ärzte Schwangeren gegen Schwangerschaftsübelkeit und Schlafstörungen das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan (Wirkstoff Thalidomid). Contergan galt seinerzeit im Hinblick auf Nebenwirkungen als besonders sicher.

Wurde Contergan jedoch – wie in den meisten Fällen von Morgenübelkeit der Fall – in einem frühen Stadium der Schwangerschaft eingenommen, führte das zu schweren Missbildungen bei den ungeborenen Kindern. In den Jahren 1958 bis 1961 wurden weltweit etwa 10.000 Kinder mit Fehlbildungen der Gliedmaßen geboren – rund die Hälfte der Kinder starb kurz nach der Geburt.

Erst nachdem über mehrere Jahre vermehrt Kinder mit ähnlichen Missbildungen zur Welt kamen, wurde dies mit Contergan in Verbindung gebracht, der Zusammenhang anerkannt und die notwendigen Schritte eingeleitet. 1961 wurde Contergan vom Markt genommen.

Contergan ist bis heute ein Mahnmal für die Bedeutung der Qualität und vor allem der Sicherheit von Arzneimitteln. Ferner soll Contergan als Symbol für die Dringlichkeit stehen, das ungeborene Leben bei medizinischen Behandlungen und Untersuchungen optimal zu schützen.


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