7. SSW (Schwangerschafts­woche)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (17. Januar 2017)

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In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Embryo etwa fünf Millimeter vom Scheitel bis zum Steiß (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und ähnelt nun einer kleinen dicken Bohne. Im Laufe dieser Woche beginnt der Embryo sich zu bewegen.

Die ersten Bewegungen sind noch unkontrolliert und wirken eher wie ein Zucken. Im Lauf der nächsten Wochen kann daraus ein Springen und Drehen werden und im weiteren Verlauf der Schwangerschaft wird das Baby gezielt treten und boxen und sogar am Daumen lutschen oder mit der Nabelschnur spielen.

Die Babyform ist in der 7. SSW schon erkennbar, der Kopf ist aber im Verhältnis noch deutlich größer als der restliche Körper und stark auf die Brust geneigt. Viele Anlagen, wie die für Nasenlöcher, Lippen und sogar Zähne, haben sich bereits entwickelt.

Sobald die Schwangerschaft bekannt ist, erfolgt die Erstuntersuchung beim Frauenarzt, bei der auch der Mutterpass ausgehändigt wird. Anschließend folgen Vorsorgeuntersuchungen im Abstand von vier Wochen bis zur 32. SSW. Von der 32. SSW bis zum errechneten Geburtstermin verkürzt sich dieser Abstand auf zwei Wochen. Ist der errechnete Termin überschritten, wird bis zum 10. Tag alle zwei Tage, bis zum 14. Tag täglich kontrolliert. Außerdem sind drei große Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall vorgesehen:

Was bedeutet 7. SSW?

In der 7. SSW ist der Embryo etwa fünf Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 7. SSW sind Sie 6 Wochen und x Tage schwanger – die 7. SSW besteht demnach aus den Tagen:

  • 6+0 = 1. Tag der 7. SSW
  • 6+1 = 2. Tag der 7. SSW 
  • 6+2 = 3. Tag der 7. SSW
  • 6+3 = 4. Tag der 7. SSW
  • 6+4 = 5. Tag der 7. SSW
  • 6+5 = 6. Tag der 7. SSW
  • 6+6 = 7. Tag der 7. SSW

Bis zum errechneten Entbindungstermin sind es nun noch etwa 33 Wochen.

Die Mutter in der 7. SSW

In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) nehmen die Schwangerschaftsbeschwerden bei vielen Frauen zu. Besonders starke Müdigkeit kann die werdende Mutter schlagartig und zu jeder Tageszeit überfallen. Sie wird durch das Gelbkörperhormon Progesteron ausgelöst, das in der Schwangerschaft beruhigend auf den Körper wirkt und so dafür sorgt, dass die Schwangere sich nötige Ruhepausen nimmt, um Kraft zu sammeln.

Trotz vermehrtem Schlafbedarf sind jetzt häufig Schlafprobleme, insbesondere Durchschlafprobleme, an der Tagesordnung. Das kommt unter anderem daher, dass die Bänder, an denen die Gebärmutter aufgehängt ist (Mutterbänder), sich dehnen und gerade im Liegen ein unangenehmes Ziehen im Unterleib verursachen können. Die wachsende Gebärmutter kann auf die Blase drücken und die Schwangere so häufiger auf die Toilette (häufiger Harndrang) nötigen. Zudem wecken plötzliche nächtliche Heißhungerattacken viele werdende Mütter auf und erfordern einen schnellen Snack. Viele Schwangere spüren schon in der 7. SSW, dass die Brüste wachsen und dadurch Probleme bereiten, eine geeignete Schlafposition zu finden.

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kann es auch zu Kreislaufproblemen in Form von Bluthochdruck oder zu niedrigem Blutdruck kommen.

Kreislaufprobleme entstehen in dieser Zeit zum einen durch die hormonellen Umstellungen, die unter anderem dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten und entspannen, um zum Beispiel die Plazenta besser zu durchbluten. Zum anderen steigt das mütterliche Blutvolumen in der Schwangerschaft um bis zu 50 Prozent an, während gleichzeitig das Blut dünner wird, um leichter zur Plazenta zu gelangen. Das Herz muss sich jetzt stärker anstrengen, um das Blut durch den Körper der Schwangeren zu pumpen.

Weitere typische Schwangerschaftsbeschwerden in dieser Zeit können sein:

  • vermehrter Ausfluss
  • dicker Bauch (aufgrund von Verdauungsproblemen und Blähungen)
  • innere Unruhe

Das sollten Sie in der 7. SSW beachten!

Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden sind unbedenklich und eher Anzeichen für eine funktionierende Frühschwangerschaft. Wenn Sie aber unruhig sind oder übermäßig unter den Schwangerschaftsbeschwerden leiden, sollten Sie das mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Der Embryo in der 7. SSW

In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Embryo etwa fünf Millimeter vom Scheitel bis zum Steiß (SSL) und ähnelt einer kleinen dicken Bohne mit auf die Brust geneigtem Kopf. Von nun an wächst er jeden Tag etwa einen Millimeter.

Um die Größe eines Embryos anzugeben, wird etwa bis zur 18. SSW der Ausdruck SSL (Scheitel-Steiß-Länge) verwendet. Gemessen wird also die Größe vom Oberkopf bis zum Po.

Das Herz des Embryos schlägt schnell und pumpt Blut und damit Sauerstoff in alle Bereiche des kleinen Körpers. Zudem sind schon erste Ansätze des Gehirns zu erkennen und der Kopf wächst zusehends. Augen und Nasenlöcher sind als schwarze Punkte erkennbar, die Augenlider sind jedoch noch nicht ausgebildet. Die Arm- und Beinanlagen haben sich weiterentwickelt, Arme und Beine sind zu erkennen. Die kleinen Hände sehen in dieser Zeit noch aus wie Paddel, die Füße sind kaum von den Beinen zu unterscheiden. Die bereits vorhandene Wirbelsäule stabilisiert den Körper und das Nervensystem entwickelt sich weiter.

Auch kann man dem Ungeborenen per Ultraschall erstmals ins Gesicht schauen: Augen, Nase und Mund können nun eindeutig unterschieden werden. Allerdings liegen die Augenhöhlen jetzt noch in der Region der Schläfen, sodass der Kopf des Embryos in dieser Phase ein bisschen an den eines Fisches erinnert. Auch die zwischen der Mundöffnung und dem Herzsack befindlichen Auswüchse erinnern an die Kiemen eines Fisches. Aus ihnen bilden sich später der Unterkiefer sowie Gesicht und Hals.

Außerdem sind viele Anlagen entwickelt, zum Beispiel für die Nasenlöcher, die Lippen, Zunge und Zähne. Das Herz schlägt nun regelmäßig mit etwa 150 Schlägen pro Minute.

In der 7. Schwangerschaftswoche werden erste Muskelstränge gebildet und ermöglichen erste, unkontrollierte Bewegungen, die zunächst wie kleine Zuckungen des ganzen Embryos wirken.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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