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13. Schwangerschaftswoche (SSW)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Mai 2014)

Allgemeines

Mit der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnen der 4. Schwangerschaftsmonat und das 2. Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon, 2. Trimester). Im 2. Trimester findet vorwiegend das Größenwachstum des Embryos statt, die Schwangerschaft wird ab nun durch den wachsenden Bauch der Mutter auch für andere sichtbar. Außerdem sinkt die Gefahr einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche rapide.

Im 2. Schwangerschaftsdrittel wird die Schwangerschaft nach und nach sichtbar. Der Bauch wölbt sich langsam immer mehr und die Schwangere nimmt ab jetzt deutlich an Gewicht zu. Insgesamt ist eine durchschnittliche Gewichtszunahme von rund zwölf Kilogramm in der Schwangerschaft normal – Abweichungen stellen nicht zwingend ein Problem dar, sollten aber bei Unsicherheit mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Zwischen dem 4. und 7. Schwangerschaftsmonat ist die günstigste Zeit, um noch einmal Urlaub zu machen: Die Schwangerschaftsbeschwerden der ersten Monate lassen jetzt bei den meisten Frauen nach und noch bereitet kein schwerer Babybauch Probleme. Achtung aber bei langen Reisen in der Schwangerschaft: Hier sollten Schwangere Kompressionsstrümpfe tragen und sich häufiger die Beine vertreten. Auch Fliegen in der Schwangerschaft ist besonders im 2. Trimester meist kein Problem.

In der 11. bis 13. Schwangerschaftswoche kann bei Bedarf (z.B. bei einer Risikoschwangerschaft oder auf ärztlichen Rat) die sogenannte Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden, die genetische Besonderheiten wie Trisomien und verschiedene Stoffwechselerkrankungen nachweisen kann. Bei unklarem Befund schließt sich an die Chorionzottenbiopsie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) an.

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann außerdem die Nackenfaltenmessung durchgeführt werden. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Chorionzottenbiopsie und Nackenfaltenmessung sind keine Kassenleistungen. Wenn sich werdende Eltern für diese Untersuchungen entscheiden, müssen sie diese Leistungen selber zahlen. Es sei denn, der Frauenarzt sieht einen erhöhten Bedarf, etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft. Dann können die Krankenkassen diese Untersuchungen in einigen Fällen übernehmen. Die Fruchtwasseruntersuchung gehört erst für Frauen ab 35 Jahren zur Schwangerschaftsvorsorge dazu und ist ab diesem Zeitpunkt eine Kassenleistung.

In der 13. SSW ist der Fötus etwa elf Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

Die Mutter in der 13. SSW

Mit der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt das 2. Schwangerschaftsdrittel, das für die meisten werdenden Mütter die schönste Zeit der Schwangerschaft ist. Die Schwangerschaftsbeschwerden lassen jetzt bei den meisten Frauen nach, der Bauch beginnt sich langsam zu runden und die meisten Frauen sind noch fit genug für vielfältige Unternehmungen.

Ab der 13. Schwangerschaftswoche steigt der tägliche Kalorienbedarf der werdenden Mutter um etwa 250 Kilokalorien (kcal) an. Zwei Stücke Obst oder ein Käsebrot zusätzlich helfen Ihnen und Ihrem Baby, die nötigen Reserven für die Geburt und die erste Zeit danach anzulegen.

Generell gilt folgender Kilokalorien-Tagesbedarf:

  • erste Schwangerschaftshälfte: Tagesbedarf von durchschnittlich 2.200 Kilokalorien
  • zweite Schwangerschaftshälfte: Tagesbedarf von durchschnittlich 2.500 Kilokalorien

Bei richtiger und gesunder Ernährung in der Schwangerschaft erhöht sich das Gewicht der werdenden Mutter monatlich um etwa ein bis anderthalb Kilogramm. Insgesamt sind durchschnittlich 10 bis 15 Kilogramm Gewichtszunahme in der Schwangerschaft normal – die Gewichtszunahme ist jedoch sehr individuell und hängt im Wesentlichen von dem Gewicht der Mutter vor der Schwangerschaft ab.

Im 2. Trimester müssen die meisten Schwangeren zu weiterer Kleidung (Schwangerschaftskleidung) greifen, da der Bauch zu wachsen beginnt und die Hosen und Röcke immer enger werden. Auch die Brüste sind bei vielen Schwangeren nun schon um einiges gewachsen und es kann hin und wieder klare oder gelbliche Flüssigkeit (die erste Milch) austreten. Bei den meisten Frauen tritt die erste Milch jedoch erst nach der Geburt aus. Wann sich die erste Milch zeigt hat keinen Einfluss auf das spätere Stillvermögen.

Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die Folsäure, die während der ersten drei Monate eingenommen werden sollte, keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken und kann daher weiterhin eingenommen werden (0,4 mg pro Tag).

Der Fötus in der 13. SSW

In der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Fötus etwa 6 Zentimeter groß und wiegt knapp 18 Gramm. Der Kopf wächst nun im Vergleich zum Körper langsamer, sodass sich die Proportionen nach und nach anpassen.

Auch in der 13. SSW ist der kleine Körper nach wie vor noch ganz weich, fast geleeartig beschaffen. Allerdings beginnen die Knorpel in diesem Entwicklungsstadium allmählich zu verknöchern. Sie wandeln sich in den langen Röhrenknochen in Knochen um – diese bilden das Grundgerüst für Arme und Beine. Die Umwandlung beginnt im mittleren Teil der Röhrenknochen, deren Endstücke erst im Teenageralter vollständig verknöchert sein werden. Sobald sich Knorpelgewebe zu Knochengewebe weiterentwickelt hat, können die Knochen und damit der Körper nicht mehr wachsen. Im Ultraschall sind die Knochen von Armen und Beinen, aber auch die Wirbelsäule, die Rippen und die Schädelknochen nun gut zu erkennen.

Der Schädel des Fötus besteht aus großen und gewölbten Knochen. Da das Gehirn noch ungehindert wachsen muss und dafür Spielraum benötigt, sind die Schädelknochen noch nicht knöchern miteinander verwachsen, sondern lediglich über Bindegewebe, die sogenannten Fontanellen, miteinander verbunden. Das wird noch einige Zeit nach der Geburt so bleiben – besonders die große Fontanelle im oberen vorderen Kopfbereich schließt sich erst nach und nach. Bei den meisten Kindern ist sie bis zum zweiten Geburtstag vollständig verschlossen und nicht mehr zu ertasten.

Auch die Gehörknöchelchen verknöchern nun, der Fötus kann seine ersten Geräusche und Töne hören.

Etwa in der 13. Schwangerschaftswoche beginnen sich die Stimmbänder zu bilden. Die im 1. Schwangerschaftsdrittel ausgebildeten Organe wachsen und entwickeln sich weiter, bis sie vollständig funktionstüchtig sind.

Die Augenlider des Fötus bleiben noch bis etwa zur 26. SSW geschlossen. Dennoch kann er ungefähr ab der 13. Schwangerschaftswoche schon sehr helles Licht und Dunkelheit unterscheiden.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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