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Schlafstörungen

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (22. Mai 2014)

Allgemeines

Die Gedanken kreisen, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und findet einfach keinen Schlaf. Viele Menschen kennen Schlafstörungen. Etwa 20 von 100 Menschen sind von Problemen beim Ein- und Durchschlafen betroffen. Damit gehören Schlafstörungen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden überhaupt.

Im besten Fall sind Schlafstörungen an bestimmte Situationen gebunden und halten nicht lange an. Problematisch wird es, wenn der Schlaf dauerhaft gestört ist und die Lebensqualität des Betroffenen spürbar beeinträchtigt.

Schlaf hat verschiedene Funktionen. Zum einen dient er dazu, sich in der Nacht zu erholen, um tagsüber optimal leistungsfähig zu sein. Daneben beeinflusst Schlaf unter anderem aber auch das Immunsystem und hilft außerdem dabei, am Tage Erlerntes und Erlebtes im Gedächtnis zu verfestigen.

Ein gesunder Schlaf besteht aus regelmäßigen Abläufen, den sogenannten Schlafphasen: Dabei wiederholt sich eine ganz bestimmte Abfolge unterschiedlicher Phasen während des Schlafs wieder und wieder, wobei die genaue Dauer der Schlafphasen und die Wiederholungsrate individuell verschieden sind.

Man unterscheidet bei den Schlafstörungen zwischen:

  • Insomnie (Schlaflosigkeit)
  • Hypersomnie (erhöhtes Schlafbedürfnis)
  • Parasomnie (Verhaltensauffälligkeit im Schlaf)
  • schlafbezogenen Atmungsstörungen (z.B. Schlafapnoe)
  • schlafbezogenen Bewegungsstörungen (z.B. Restless-Legs-Syndrom)
  • zirkadianen Rhythmusstörungen (Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus).

Nicht jede Schlafstörung stellt ein Problem dar. Gerade, wenn die Schlafstörung nur akut auftritt, beispielsweise im Falle eines Jetlags, ist sie in der Regel nicht weiter problematisch. Ist der Schlaf aber regelmäßig oder anhaltend gestört, kann das gesundheitliche Folgen haben. Schwere und lang anhaltende Schlafstörungen erhöhen zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch dauerhafte leichte Schlafstörungen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit, stören die Konzentration und können sich ungünstig auf die Befindlichkeit des Betroffenen auswirken.

Schlafstörungen können Folge oder Begleiterscheinung von Erkrankungen sein (sog. sekundäre Schlafstörung) – wie Herzerkrankungen, psychische Erkrankungen und andere. Sie können aber auch ein eigenständiges Phänomen darstellen (sog. primäre Schlafstörung), das heißt, es gibt keine organischen oder psychischen Ursachen. Primäre Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben, wie Alkohol, Medikamente oder Drogen, aber beispielsweise auch veränderte Lebenssituationen oder Schichtarbeit.

Schlafmittel können akut bei Schlafstörungen helfen, beheben aber nur das unmittelbare Symptom. Dauerhaft sind sie keine Lösung. Schlafstörungen werden meistens mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen behandelt. Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung können die Therapie unterstützen.





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