Schlafstörungen: Schlafrituale für Kinder

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Mai 2014)

Gesunder Schlaf ist besonders bei Kindern wichtig. Lernen Kinder nicht rechtzeitig ein gesundes Schlafverhalten, können lebenslange Schlafstörungen die Folge sein. Es muss aber nicht gleich so drastisch sein: Der Schlaf von Kindern kann auch kurzfristig gestört sein – aufregende Erlebnisse, Wachstumsschübe, veränderte Lebensumstände (z.B. Schulanfang) können den Schlaf-Wach-Rhythmus von Kindern schnell einmal durcheinanderbringen.

Eine Mutter liest ihrem Kind im Bett aus einem Buch vor. © Jupiterimages/iStockphoto

Rituale können das Einschlafen erleichtern.

Wichtig ist es daher, Abend- und Schlafrituale festzulegen, die dem Kind einen genauen Ablauf des Abends und der Nacht vorgeben. Dabei sollte das abendliche Ritual jedoch nicht länger als 30 Minuten dauern. Aufregende Erlebnisse oder gar Fernsehen kurz vor dem Schlafengehen sollten für Kinder tabu sein. Ein typisches Abend- und Schlafritual für Kinder kann beispielsweise so aussehen:

  • gemeinsames Abendessen
  • Schlafsachen anziehen und Zähne putzen
  • evtl. noch kurzes Spielen
  • Kinderzimmer nachtfertig machen (z.B. gemeinsam Vorhänge schließen, Nachtlicht anmachen)
  • Gute-Nacht-Geschichte
  • Gute-Nacht-Lied
  • Licht aus, evtl. noch gemeinsames Kuscheln

Wenn das Kind noch nicht müde ist und lange nicht einschlafen kann, ...
... sollten Sie es nicht zwingen. Wiederholen Sie einen Teil des Abendrituals (z.B. noch einmal kurz spielen oder noch eine Geschichte vorlesen) und versuchen Sie es später erneut. Auch ein Glas warme Milch mit Honig (mit anschließendem Zähneputzen) kann das Einschlafen unterstützen.

Kinder, die abends schwer zur Ruhe kommen, brauchen häufig weniger Schlaf – lassen Sie dann beispielsweise den Mittagsschlaf weg, wecken Sie das Kind morgens früher oder bringen Sie es später zu Bett.