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Powernapping – die Kunst des Nickerchens

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. März 2009)

© iStock

Gerade vier Stunden gearbeitet und schon wieder müde? Lieber den Kopf auf die Tastatur legen als die Hände? Es ist der immer wiederkehrende Kampf gegen Körper und Gewissen: Schlafen oder durcharbeiten? Powernapping hilft dabei, die Energievorräte wiederaufzutanken.

Ob Karl der Große, Albert Einstein oder Konrad Adenauer: In der Geschichte waren es nicht nur illustre Gestalten, die sich der belebenden Wirkung eines Nickerchens hingaben. Doch die Kultur des Mittagsschlafs scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Und das, obwohl sich beim Biorhythmus nichts geändert hat: Viele übermannt täglich um die Mittagszeit eine Schwere und Müdigkeit, die ein konzentriertes Weiterarbeiten behindert.

Vereinzelte Exoten sorgen bei den Kollegen für Kopfschütteln, wenn sie vom letzten Mittagsschlaf im Bürostuhl erzählen. Wer es ausprobiert hat, stellt fest: Ein kurzes Nickerchen am Arbeitsplatz entspannt, gibt Kraft, macht einen aufnahmefähiger und verwandelt die Nachmittagstunden in eine produktive Zeit. Dennoch ist Powernapping für den Großteil der Chefs ein Tabu. Es lohnt sich, gegen diesen schlechten Ruf anzuarbeiten – warum, haben wir hier zusammengestellt.

Mittagsschlaf, Nickerchen oder Powernapping

Der Begriff "Powernapping" kommt aus dem Englischen (power = Kraft, nap = Nickerchen). "Inemuri" lautet das Wort für die öffentliche Form des Kurzschlafs in Japan; die Chinesen sprechen von "Xeu-Xi" und messen dem Mittagsschlaf den Wert eines Grundrechts bei. In vielen Ländern Südeuropas steht die Siesta für eine entspannte Auszeit von der Hitze. Als deutscher Begriff wäre wohl "kurzer Mittagsschlaf" oder "Nickerchen" treffend.

Powernapping als natürliches Doping

Die Forschung kennt inzwischen günstige Wirkungen des Powernappings auf Konzentration und Wohlbefinden. Wer einen kurzen Mittagsschlaf gehalten hat, reagiert nach dem Aufwachen schneller als vorher, ist aufmerksamer und konzentrierter bei der Arbeit und erfreut seine Mitmenschen mit guter Laune. In Gedächtnistests schnitten die Ausgeschlafenen deutlich besser ab, da die kurze Schlafphase das Gehirn anspornt: Es speichert gelernte Informationen besser ab und holt sie schneller wieder hervor. Nickerchen lassen uns abschalten, Geist und Seele können sich erholen. Neuen Studien zufolge kann der Mittagsschlaf sogar verhindern, dass die Herzkranzgefäße verkalken und eine sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht.



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