Steifer Nacken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. April 2013)

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Eine ungewohnte Bewegung, stundenlanges Sitzen vor dem Computer oder Zugluft: Ein steifer Nacken kann verschiedene Ursachen haben. Egal, welcher Auslöser zugrunde liegt, die Beschwerden sind die gleichen: Jede Drehung des Kopfes schmerzt und der Blick zur Seite wird zur Qual. Unbeweglich und wie im Schraubstock – so fühlt sich ein steifer Nacken für Betroffene oft an.

In vielen Fällen führen Verspannungen dazu, dass sich die Nackenmuskulatur versteift. Durch langes Sitzen, das Tragen schwerer Taschen oder eine unnatürliche Haltung, zum Beispiel am Computer, entstehen Fehlbelastungen, die für Verspannungen verantwortlich sind.

Durch die Dauerbelastung kommt es in den Muskeln zu einem Sauerstoffmangel – dadurch verhärten sie sich und bereiten Schmerzen. Die verspannte Muskulatur sorgt dafür, dass sich der Nacken steif anfühlt und Betroffene den Kopf kaum bewegen oder die Schulter nur schwer drehen können.

Übt ein verhärteter Muskel Druck auf einen Nerv aus, kann es an dieser Stelle sogar zu einer Entzündung kommen.

Auch durch kühle Zugluft oder eine ungünstige Schlafposition können sich die Muskeln verspannen, sodass ein steifer Nacken entsteht.

Weitere häufige Übeltäter bei Verspannungen sind mitunter Stress und Angst. Formulierungen wie "Die Angst sitzt mir im Nacken" oder "Eine schwere Last auf den Schultern tragen" kommen nicht von ungefähr. Indem man die Schultern hoch- beziehungsweise den Kopf einzieht, werden der Schulterhebemuskel und der obere Anteil des Kapuzenmuskels, der für das Senken des Schulterblatts zuständig ist, überlastet. Die Muskulatur steht unter Dauerspannung und eine Versteifung des Nackens ist vorprogrammiert.

Steifer Nacken: Ursachen auf einen Blick

  • Fehlbelastungen, z.B. durch langes Sitzen oder Tragen von schweren Taschen
  • muskuläre Ungleichheiten und strukturelle Probleme in der Hals- oder Schulterregion
  • Ängste und Stress
  • Verkühlung durch Zugluft
  • ungünstige Schlafposition
  • Wirbelblockierungen durch ungewohnte oder ruckartige Bewegungen
  • Bandscheibenschäden an der Halswirbelsäule

Ein steifer Nacken gehört oft zu einem ganzen Symptomkomplex, den Mediziner als Zervikalsyndrom zusammenfassen. Damit sind alle Beschwerden gemeint, die mit der Halswirbelsäule zu tun haben. Neben der Bewegungseinschränkung durch den steifen Nacken treten weitere Beschwerden auf: Dazu gehören brennende, ziehende Schmerzen im Nacken, die sich bis in die Schulterblätter, den Kopf, die Arme oder den Brustkorb ausbreiten können. Auch Schwindel, Ohrgeräusche, Sehstörungen und Schluckbeschwerden können den steifen Nacken begleiten.

So sind auch Bandscheibenschäden an der Halswirbelsäule – wie ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenentzündung – mögliche Ursachen für eine Versteifung der Nackenmuskulatur. Hierbei klagt der Betroffene zunächst über Nackenschmerzen, später kommt ein steifer Nacken hinzu. Gleichzeitig können ein gestörtes Kraft-, Schmerz- und Berührungsempfinden auftreten.

Weitere Auslöser für Probleme im Nackenbereich können Wirbelblockierungen sein, die durch ungewohnte oder ruckartige Bewegungen entstehen, etwa bei einem Schleudertrauma.