UV-Strahlung: Wirkung von UV-Strahlung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (20. Juni 2017)

Die Quelle der natürlichen UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung, sog. UV-Licht) ist die Sonne. UV-Strahlung dringt in den menschlichen Körper ein, wenn auch nur wenige Millimeter. Deswegen haben UV-Strahlen vor allem auf die Augen und die Haut Einfluss – aber auch auf das Immunsystem. Die Effekte können sowohl positiv als auch negativ sein.

Schon gewusst?
Künstliche UV-Strahlung
kann man mithilfe spezieller UV-Lampen erzeugen, zum Beispiel zur Desinfektion in der Medizin oder zur Bräunung in Sonnenstudios. Auch Halogenlampen geben UV-Strahlung ab, weshalb diese einen UV-Filter besitzen müssen. Die meisten Halogenlampen haben zu diesem Zweck eine spezielle Glasscheibe vor dem Glühlicht.

Positive Effekte

In Maßen genossen, hat die UV-Strahlung des Sonnenlichts eine Reihe positiver Effekte:

  • Vitamin D: UVB-Strahlung ist für die Bildung von Vitamin D erforderlich. Dafür sind keine ausgiebigen Sonnenbäder notwendig – je nach Hauttyp genügen im Sommer bereits täglich 5 bis 25 Minuten, wobei nur Gesicht und Teile der Arme oder Beine unbedeckt sein müssen, damit genug UV-Strahlung in die Haut eindringt. Vitamin D spielt unter anderem für den Calciumstoffwechsel eine wichtige Rolle.
  • Immunsystem: UVA- und UVB-Strahlung können das Immunsystem stimulieren.
  • Stimmung: UV-Strahlung wirkt stimmungsaufhellend. Diesen Effekt macht man sich bei der Lichttherapie zunutze, die bei depressiven Verstimmungen zum Einsatz kommen kann.

UV-Strahlung setzt man auch zu medizinischen Zwecken ein, so etwa zur Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis sowie bei Patienten mit Sonnenallergie zur Vorbereitung der Haut auf stärkere Sonnenstrahlung.

Negative Effekte

Akute Folgen

Als akute Folge einer zu starken UV-Strahlung können verschiedene Beschwerden auftreten, wie zum Beispiel:

Spätfolgen

Nach ausgiebigen Sonnenbädern über Jahre hinweg können Spätfolgen entstehen:

Auge:

  • grauer Star (Katarakt)
  • Veränderungen der Bindehaut
  • Erkrankungen der Netzhaut (Retinopathie)

Haut:

Immunsystem:

Um Spätfolgen vorzubeugen, sollte man pro Jahr höchstens 50 Sonnenbäder genießen, bei denen es zu keiner Hautrötung kommt. Sonnenbrände sollte man unbedingt vermeiden.


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