UV-Strahlung: UV-Strahlung und Ozonschicht

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (20. Juni 2017)

Nur ein kleiner Anteil der Sonnenstrahlung, die auf die Erde trifft, ist UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung, sog. UV-Licht). Von der Sonnenstrahlung erreichen im Wesentlichen nur sichtbares Licht, Infrarotstrahlung sowie UV-Strahlung die Erdoberfläche.

Die Ozonschicht der Erdatmosphäre bildet eine Art Schutzfilter, der nur gewisse Strahlungsanteile durchlässt. So dringt zum Beispiel vor allem die UVA-Strahlung durch die Ozonschicht auf die Erdoberfläche. UVB-Strahlung hält sie dagegen zu einem Großteil zurück und UVC-Strahlung gelangt fast gar nicht bis zur Erdoberfläche.

Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Ozonkonzentration in der Ozonschicht ab. Zum ersten Mal bemerkt wurde dies in den 1980er Jahren über der Antarktis. Damals erhielt das Phänomen die etwas irreführende Bezeichnung "Ozonloch". Bislang wurde die Ozonschicht jedoch über der gesamten Südhalbkugel der Erde dünner und hat auch über der Nordhalbkugel etwas abgenommen.

Ursache der dünner werdenden Ozonschicht sind Reaktionen des Ozons mit chemischen Stoffen wie FCKW (Fluorkohlenwasserstoffe), die in die Atmosphäre gelangen. Diese Stoffe sind inzwischen verboten. Eine dünnere Ozonschicht lässt mehr UV-Strahlung durch. Vor allem der Anteil der UVB-, aber auch der UVC-Strahlung nimmt als Folge zu. Welche Auswirkungen dies im Detail auf den Menschen hat, lässt sich noch nicht genau sagen.

Inzwischen gibt es jedoch erste Hinweise, dass die Ozonschicht über der Südhalbkugel "heilt" und sich langsam wieder schließt. Vorausgesetzt dieser Prozess setzt sich fort, wird es jedoch noch einige Jahrzehnte dauern, bis die Ozonschicht dort wieder ihre normale Stärke erreicht.


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