UV-Strahlung: UV-Index (UVI)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (20. Juni 2017)

Das Freizeit- und Sozialverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Menschen genießen häufiger Sonnenbäder, gehen ins Solarium oder reisen in den Süden. Sie bekommen daher mehr Sonnenstrahlung und dadurch auch mehr UV-Strahlung ab. Das Risiko für Sonnenbrand, Hautkrebs und andere Sonnenschäden steigt deshalb.

Der UV-Index (UVI) gibt den Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) wieder, die in Bodennähe auftritt. Ein hoher UV-Index bedeutet demnach hohe Sonnenbrandgefahr für ungeschützte Haut. Wie schnell ein Sonnenbrand entsteht, hängt davon ab, welcher Hauttyp vorliegt und ob man bereits vorgebräunt ist. Dabei ist zu bedenken, dass Hautschäden infolge von UV-Strahlung auch entstehen können, ohne dass es erst zu einem Sonnenbrand kommen muss.

Die UV-Index-Werte reichen von 0 bis 12. Im Sommer entstehen in Deutschland Spitzenwerte von bis zu 8. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen Sonnenschutz bereits ab einem UV-Index von 3. Hellhäutige Menschen (Hauttyp I) sollten bei einem UV-Index von 3 mindestens einen Lichtschutzfaktor von 15 bis 20 wählen.

UV-Index UV-Strahlenbelastung Sonnenbrandgefahr Sonnenschutz
0 bis 1 sehr gering unwahrscheinlich nicht erforderlich
2 bis 4 mittel ab 30 Min. möglich empfehlenswert, besonders für hellhäutige Menschen
5 bis 7 hoch ab 20 Min. möglich erforderlich
8 bis 12
sehr hoch innerhalb von 20 Min. möglich erweiterte Maßnahmen erforderlich; abgesehen von Sonnencreme und schützender Kleidung sollte man zusätzlich darauf achten, die Mittagssonne zu meiden, indem man möglichst drinnen bleibt bzw. den Schatten aufsucht

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