UV-Strahlung: Photosensibilität

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (20. Juni 2017)

Als Photosensibilität (auch: Photosensitivität) bezeichnet man Hautreaktionen auf UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung, sog. UV-Licht), die durch die Einnahme oder äußerliche Anwendung bestimmter Wirkstoffe entstehen. Experten unterscheiden hier je nach Entstehung der Reaktion zwischen

  • phototoxischer und
  • photoallergischer Reaktion.

Letztere hat dabei nichts mit einer Sonnenallergie gemein. Da phototoxische und photoallergische Reaktionen sich in ihren Symptomen ähneln und nicht immer eindeutig zu erkennen sind, hat sich inzwischen der übergreifende Begriff Photosensibilität verbreitet.

Eine ganze Reihe von Wirkstoffen in Medikamenten und Kosmetika führt bei vielen Menschen zu teilweise erheblichen Hautreaktionen, sofern die Betroffenen sich UV-Strahlung aussetzen. Zu solchen sogenannten "Photosensibilatoren" zählen unter anderem folgende Wirkstoffe:

Photosensible Reaktionen äußern sich zum Beispiel durch Symptome wie:

Photosensible Haureaktionen können auch bei Sonnenbestrahlung durch eine Glasscheibe entstehen (z.B. beim Autofahren). Glas hält zwar UVB-Strahlung größtenteils ab, UVA-Strahlung dringt jedoch ungehindert durch.

Wer weiß, dass er Medikamente einnimmt, die zu photosensiblen Reaktionen führen können, sollte folgende Tipps beachten:

  • Sonnenlicht zwischen 11 und 15 Uhr meiden
  • auf Besuche im Solarium verzichten
  • auf Sonnenschutz durch Kleidung achten
  • Sonnenschutzmittel mit hohem UVB- und UVA-Schutz verwenden
Generell sollte man fürs Bad in der Sonne auf stark parfümierte Kosmetika oder Pflegeprodukte sowie auf Parfüms verzichten oder diese vorher gut abwaschen.

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