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Taucherkrankheit (Dekompressions­krankheit, Caissonkrankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. April 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Taucherkrankheit ist auch unter den Bezeichnungen Dekompressionskrankheit (abgekürzt DCS für engl. Decompression Sickness), Caissonkrankheit oder Druckfallkrankheit bekannt. Sie gehört zu den Tauchunfällen und entsteht, wenn man nach einem Tauchgang zu schnell wieder auftaucht.

Der Begriff Dekompression steht beim Tauchen dafür, den Druck, der unter Wasser auf dem Körper lastet, kontrolliert zu reduzieren. Bei der Dekompressionskrankheit bilden sich durch einen zu raschen Druckausgleich Gasblasen im Blut. Dies kann Juckreiz und Hautrötungen auslösen, aber auch zu lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen führen.

Mitte des 20. Jahrhunderts beobachtete man in Frankreich erstmals Symptome der Taucherkrankheit bei den sogenannten Caissonarbeitern (franz. Caisson = Kasten). Diese führten auf dem Grund von Gewässer Erdarbeiten aus. Dabei wurden sie mithilfe von speziellen Senkkästen – den Caissons – in die Tiefe gelassen. Wieder an der Wasseroberfläche angekommen, klagten manche Arbeiter über Beschwerden. So kann es auch Tauchern passieren, die zu schnell wieder an die Wasseroberfläche gelangen oder die Auftauchzeiten nicht beachten. Aufgrund dieser Historie wird die Taucherkrankheit auch als Caissonkrankheit bezeichnet.

Die Symptome und die Behandlung einer schweren Taucherkrankheit ähneln stark denen eines anderen Tauchunfalls: der arteriellen Gasembolie (AGE), einem Lungenüberdruckunfall, bei dem Luftblasen unter anderem die Gefäße der Lunge verstopfen. Daher werden die Taucherkrankheit und die arterielle Gasembolie mittlerweile häufig unter dem Begriff Dekompressionserkrankung (abgekürzt DKI für engl. Decompression Illness) zusammengefasst.

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