Tropisches Südamerika

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Dezember 2006)

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Zu den Tropen Südamerikas gehören die Länder Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch Guayana, Guyana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Surinam und Venezuela.

Im Amazonasgebiet beidseits des Äquators und im Bereich der nordöstlichen Küste Südamerikas herrscht feuchtheißes Tropenklima. So gehört die pazifische Küste Kolumbiens mit Stauregen bis 11000 mm jährlich zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. In der nach Norden bzw. Süden anschließenden Zone mit wechselfeuchtem Tropenklima (in Französisch Guayana, im Orinocobecken und im größten Teil des Brasilianischen Berglandes) nimmt die Menge der Niederschläge ab. Im Inneren Brasiliens treten häufig Dürrejahre auf, während die gebirgige Ostküste ganzjährig Niederschläge erhält. Im Süden Brasiliens herrscht feuchtwarmes Klima, nach Westen hin schließt sich immertrockenes subtropisches Klima an. Auf der Westseite der Zentralanden erstreckt sich im Windschatten des Gebirges ein ausgeprägtes Trockengebiet mit Trockensteppe und Wüste.

Südamerika gehört zum so genannten neotropischen Florenbereich. 40% aller tropischen Pflanzengattungen haben hier ihren Ursprung. Die markantesten Pflanzenfamilien sind die Bromelien mit etwa 2000 verschiedenen Arten und die Kakteen mit etwa 1500 Arten. Das Amazonasbecken bildet das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. Die Regenwälder sind reich an Arten, unter denen sich viele bekannte Nutzpflanzen wie Kautschuk- und Kakaobaum finden. Südlich und nördlich des Amazonasbeckens schließen sich Savannen- und Dornbuschgebiete an. Östlich der Anden erstrecken sich weite, artenarme Grasflächen (Pampa), die im Süden in Halbwüsten übergehen. Im äquatorialen Teil der Anden dominieren Nebelwälder mit Baumfarnen und tropischen Epiphyten. Das Hochland Perus und Boliviens zeigt nach Süden zunehmenden Halbwüstencharakter mit frostharten Gräsern, Hartpolster- und Rosettenpflanzen.


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