Sonnenallergie: So können Sie vorbeugen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (13. Juni 2017)

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Juckreiz, Hautrötungen und Schmerzen – für Menschen mit Sonnenallergie kann der Aufenthalt in der prallen Sonne unangenehme Folgen haben. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie den Beschwerden einer Sonnenallergie vorbeugen!

Eigentlich handelt es sich bei einer Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) nicht um eine richtige Allergie – im Volksmund bezeichnet man die Erkrankung jedoch so, da die Symptome einer allergischen Reaktion ähneln. Einige Stunden bis Tage, nachdem die Haut der Sonne ausgesetzt war, fangen die betroffenen Hautbereiche (meist Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken, Beine und Gesicht) an zu jucken, werden rot und brennen. Später entwickeln sich Hautveränderungen, die von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Das muss jedoch nicht sein, wenn Sie rechtzeitig vorbeugen.

Eine sonnt sich in einem Liegestuhl am Strand. © Jupiterimages/Brand X Pictures

Einer Sonnenallergie können Sie vorbeugen!

Besonders wichtig, wenn Sie der Sonnenallergie vorbeugen möchten: Schützen Sie sich ausreichend vor der Sonne und gewöhnen Sie Ihre Haut schrittweise an die UV-Strahlung!

So können Sie der Sonnenallergie vorbeugen:

  • Angemessene Kleidung tragen: Schützen Sie sich mit hautbedeckender Kleidung – den Sonnenhut nicht vergessen!
  • Sonnenschutzmittel benutzen: Mit Sonnenschutzmitteln können Sie den Folgen einer Sonnenallergie vorbeugen. Jedoch sollten Sie dabei das richtige Produkt wählen: Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Sonnenschutzmittel sowohl einen UV-A- als auch einen UV-B-Filter enthält und tragen Sie den Sonnenschutz regelmäßig auf. Dabei sollte der Lichtschutzfaktor möglichst hoch sein (30 bis 50).
  • Antioxidans als Zusatzschutz: Das Antioxidans AGR (Alpha-Glucosylrutin) kann die schützende Wirkung von Sonnenschutzmitteln noch erhöhen. Man kann AGR entweder zusätzlich zum Sonnenschutzmittel auf die Haut auftragen oder ein Sonnenschutzprodukt kaufen, das AGR schon enthält.
  • Die Haut an die Sonne gewöhnen: Wer der Sonnenallergie vorbeugen möchte, sollte es beim Sonnenbad langsam angehen. Wenn Sie sich direkt in die pralle Sonne begeben, erhöht sich das Risiko, dass sich Stunden später eine Sonnenallergie bemerkbar macht. Übertreiben Sie es daher nach den Wintermonaten nicht mit dem Sonnenbad!
  • Wenig Kosmetik & Co.: Wenn Ihre Haut empfindlich auf Sonne reagiert, sollten Sie während des Sonnens möglichst auf Kosmetika, Parfüms oder Deos verzichten – diese Produkte können die Entstehung einer Sonnenallergie begünstigen.
  • Phototherapie: Wenn eine Sonnenallergie bereits bekannt ist, können Sie den Symptomen mithilfe einer Phototherapie vorbeugen. Die Phototherapie führt der Arzt zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit bzw. 4-6 Wochen vor einer Urlaubsreise in sonnige Regionen durch. Dabei gewöhnt er die Haut vorab an das stärkere Sonnenlicht, indem er sie UV-Licht in steigender Dosis aussetzt.
  • Photochemotherapie: In besonders schweren Fällen von Sonnenallergie kann eine Photochemotherapie (PUVA) zum Vorbeugen sinnvoll sein. Der Arzt verabreicht vor der Behandlung eine Substanz, die dazu führt, dass die Haut besonders empfindlich auf Licht reagiert. Anschließend bestrahlt er die Haut mit UV-A-Licht.

Übrigens: Calcium und Vitamin B3 (Nicotinamid) werden oft zum Vorbeugen empfohlen – die Wirksamkeit konnte bisher jedoch nicht eindeutig belegt werden. Nahrungsergänzungsmittel mit Betacarotin oder Vitamin E blieben in Studien als prophylaktische Sonnenallergie-Therapie unwirksam.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Quellen:

Polymorphe Lichtdermatose. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 12.4.2017)

Altmeyer, P.: Die Online-Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin (Abrufdatum: 13.6.2017)

Moll, I. (Hrsg.): Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016

Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG): UV-Phototherapie und Photochemotherapie. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/029 (Stand: August 2015)

Fabsits, T.: Sommer, Sonne, Allergie. hautnah 2, S. 6 f. (Mai 2014)

Lehmann, P., Schwarz, T.: Lichtdermatosen: Diagnostik und Therapie. Deutsches Ärzteblatt Vol. 108(9), 135-41 (2011)

Aktualisiert am: 13. Juni 2017


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