Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Rauchen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (11. Juli 2012)

Aufhören – aber wie?

Fast jeder Raucher möchte irgendwann einmal mit dem Rauchen aufhören. Es gibt viele Wege, sich aus der Nikotinabhängigkeit zu befreien. Voraussetzung hierfür ist aber in jedem Fall der Wille, den Zigaretten endgültig den Rücken zu kehren.

Schlusspunkt-Methode

Von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören! Diese Strategie eignet sich am ehesten für Raucher, die einen starken Willen haben. Die Schlusspunkt-Methode soll ohne begleitende Maßnahmen wie etwa eine Nikotinersatztherapie jedoch langfristig nur in wenigen Fällen zum Erfolg führen. Daher empfiehlt es sich, parallel auf weitere Hilfsmittel zurückzugreifen!

Nikotinersatzstoffe

Die Chancen, vom Rauchen loszukommen, können Sie erhöhen, wenn Sie die Zigaretten in den ersten Wochen und Monaten durch Nikotinersatzstoffe austauschen. Nikotin in Form von Pflastern, Kaugummis oder Nasenspray ist sicher und wirksam, wenn die Präparate korrekt angewendet werden. Nikotinersatzstoffe können die Entzugssymptome abmildern und den Ausstieg somit erleichtern. Voraussetzung ist dabei, dass keine schweren körperlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel ein kürzlich aufgetretener Herzinfarkt oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), bestehen.

Für Raucher, die bis zu 15 Zigaretten pro Tag geraucht haben und nun damit aufhören möchten, empfiehlt sich das Nikotinkaugummi. Es kann körperliche Entzugserscheinungen abschwächen. Nach und nach reduziert der Raucher die Menge der täglich verbrauchten Kaugummis. Nikotinkaugummis gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Gelegentlich können nikotinbedingte Magenprobleme auftreten.

Kaugummis und Sprays werden anstelle einer Zigarette benutzt – daher muss ein Raucher auch die Gewohnheit überwinden, sich zum Beispiel in stressigen Zeiten einen Nikotinschub zu verabreichen. Raucher, die extrem viele Zigaretten am Tag geraucht haben, profitieren eher von einem Nikotinpflaster als Ersatzstoff, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten. Das Pflaster gibt kontinuierlich Nikotin an den Körper ab, das dadurch gleichmäßig aufgenommen werden kann.

Nikotinersatzstoffe sind auf den ersten Blick relativ teuer. Rechnet man aber dagegen, was man durch das Nichtrauchen dauerhaft einsparen kann, sind die Ausgaben langfristig nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus finanzieller Sicht lohnenswert.

Anti-Raucher-Pille

Eine Alternative zu den Nikotinersatzstoffen stellt die Anti-Raucher-Pille mit Wirkstoffen wie Vareniclin oder Bupropion dar.

Mit dem Wirkstoff Bupropion hat man ursprünglich Depressionen behandelt. Während der Behandlung fiel auf, dass bei den Betroffenen das Verlangen zu rauchen abnahm und weniger Entzugserscheinungen auftraten. Bupropion ist verschreibungspflichtig. Bei bestimmten Vorerkrankungen sollte Bupropion nicht verschrieben werden. Auch darf man es nicht gemeinsam mit einigen Arzneimitteln einnehmen. Darüber hinaus gilt der Wirkstoff als gut verträglich. Nebenwirkungen können Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen sein.

Der Wirkstoff Vareniclin vermindert das Verlangen nach einer Zigarette und mildert die typischen Entzugssymptome. Mögliche Nebenwirkungen des verschreibungspflichtigen Medikaments können zum Beispiel Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit sein. Als weitere Nebenwirkungen können in seltenen Fällen Verhaltens- oder Stimmungsveränderungen bis hin zu Suizidgedanken auftreten. Beobachten Sie solche Veränderungen während der Einnahme, sollten Sie daher unbedingt mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Vareniclin wird über zwölf Wochen hinweg angewandt. Auf diese Weise kann Vareniclin den Zeitraum des sogenannten Cravings überbrücken, das nach etwa zehn Wochen beendet ist. Unter dem englischen Begriff Craving versteht man das starke Verlangen nach einem Suchtmittel (in dem Fall Nikotin) bei Abhängigen.

Die Kosten der Behandlung mit Anti-Raucher-Pillen werden von der Krankenkasse bisher nicht übernommen. Auch diese Methode hat ihre besten Erfolgschancen dann, wenn sie mit psychischer Unterstützung kombiniert wird und die Eigenmotivation stimmt.

Verhaltenstherapie

Bei starken Rauchern, die schon viele Versuche der Entwöhnung hinter sich haben, bietet sich eine Verhaltenstherapie an. Der Therapeut nimmt gemeinsam mit dem Rauchaussteiger die Verführungssituationen zum Rauchen unter die Lupe. Der Therapeut sorgt für psychische Unterstützung, indem er die Person motiviert, über Mechanismen der Suchtentwicklung aufklärt und dabei hilft, neue Verhaltensweisen aufzubauen. Findet die Behandlung in einer Gruppe statt, so stellt die Gemeinsamkeit mit anderen entwöhnungswilligen Rauchern einen zusätzlichen Anreiz zur konsequenten Entwöhnung dar.

Aversionstherapie

Rauchen zum Abgewöhnen – bei der Aversionstherapie soll der Raucher innerhalb kurzer Zeit so viele Zigaretten rauchen, bis ihm übel ist. Er soll auf diese Weise die Lust am Rauchen verlieren. Die Aversionstherapie ist umstritten und hat sich als Behandlungsansatz nicht durchgesetzt.

Hypnose

Bei der Hypnose wirkt der Therapeut auf das Unterbewusstsein des Rauchers ein. In einem ersten Schritt wird das Rauchen mit unangenehmen Vorstellungen verbunden. Anschließend wird das Nichtrauchen mit positiven Gefühlen in Verbindung gebracht. Wissenschaftlich belegt ist diese Methode der Raucherentwöhnung nicht. Manche Raucher empfinden sie jedoch als unterstützend und hilfreich.

Akupunktur

Die Akupunktur stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Bei Nikotinabhängigkeit werden meist mehrere Suchtpunkte am Ohr genadelt. Dabei sollen das Verlangen nach der Zigarette und die Entzugserscheinungen vermindert werden. Über die Erfolgsraten der Akupunktur bei der Raucherentwöhnung gibt es allerdinge keine wissenschaftlich belegten Zahlen, unter anderem weil die einzelnen Akupunkturschulen verschiedene Punkte behandeln und unterschiedliche Therapieempfehlungen aussprechen.

Bisher konnte nicht belegt werden, dass Akupunktur beim Rauchausstieg hilft.

Ich habe am folgenden Tag mit dem Rauchen aufgehört

z.B. 2.3.2006 oder 02.03.2006





Anzeige