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Verhütungsring

Anwendung

Stand: 21. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Der Verhütungsring besteht aus dem silikon- und latexfreien medizinischen Kunststoff EVA (Ethylenvinylacetat). Dieser Kunststoff macht den Verhütungsring weich und flexibel, so dass er sich zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendrücken lässt. Der Verhütungsring hat einen äußeren Durchmesser von 54 Millimeter und ist 4 Millimeter stark.

So führen Sie den Verhütungsring ein

Verhütungsring

Die Anwendung beziehungsweise das Einsetzen des Verhütungsrings ist ganz einfach. Der zusammengedrückte Verhütungsring wird ähnlich wie ein Tampon in die Scheide (Vagina) eingeführt, bis er nicht mehr spürbar ist. Der flexible Ring passt sich nach dem Einführen individuell an die Scheide der Frau an. Die Beckenmuskulatur verhindert, dass der Ring herausfallen kann. Dabei ist es nicht so wichtig, wo genau der Verhütungsring in der Scheide sitzt, denn die Wirkung des Verhütungsrings wird über die abgegebenen Hormone sichergestellt. Die Hormone werden unabhängig von der Position des Rings zuverlässig freigesetzt und über die Scheidenwand aufgenommen.

Bei der erstmaligen Anwendung wird der Verhütungsring am ersten Tag der Regelblutung in die Scheide eingeführt. Auch ein späterer Beginn von Tag 2 bis Tag 5 nach Blutungsbeginn ist möglich, der Empfängnisschutz bleibt hier gewährleistet. Wird der Verhütungsring erst nach Tag 5 das erste Mal eingesetzt, sollte während der folgenden sieben Tage eine zusätzliche, mechanische Verhütungsmethode angewendet werden (z.B. Kondome).

Der Verhütungsring ist bei richtiger Lage ähnlich wie ein Tampon nicht zu spüren, da im hinteren Teil der Scheide nur sehr wenig Nerven enden. Wenn der Ring nach dem Einführen noch zu spüren ist, hilft es deshalb, ihn ein wenig tiefer in die Scheide hineinzuschieben. Dabei kann nichts passieren: Ein Schieben bis in die Gebärmutter ist anatomisch nicht möglich, da die Öffnung der Gebärmutter zur Scheide (der Muttermund) nur punktgroß ist. In seltenen Fällen spüren Männer den Verhütungsring während des Geschlechtsverkehrs, empfinden das aber meist nicht als störend.

Der Verhütungsring kann nicht verloren gehen und fällt normalerweise auch nicht heraus. Sollte dies dennoch passieren, kann er mit warmem Wasser (nicht heiß) abgespült werden und sollte spätestens innerhalb der nächsten drei Stunden wieder eingesetzt werden. Auch Tampons können zusammen mit dem Verhütungsring benutzt werden. Während des Geschlechtsverkehrs bleibt der Ring in der Scheide. Er kann jedoch bis zu drei Stunden herausgenommen werden. Die empfängnisverhütende Sicherheit wird dabei nicht beeinträchtigt, sofern er anschließend wieder 24 Stunden ununterbrochen eingesetzt bleibt.

Entfernen des Verhütungsrings

Verhütungsring

Nach drei Wochen entfernt die Frau den Verhütungsring und setzt sieben Tage später einen neuen Verhütungsring ein. In dieser Pause erfolgt die Monatsblutung, der Empfängnisschutz besteht weiter. Zum Entfernen wird der Verhütungsring mit dem Zeigefinger ertastet und von der Zeigefingerspitze gefasst. Auf diese Weise lässt sich der Ring aus der Scheide herausziehen.

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