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Verhütungspflaster

Stand: 10. Juli 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Das Verhütungspflaster verhindert mithilfe von Hormonen eine Schwangerschaft und wirkt ähnlich wie die Antibabypille. Das Pflaster wird einmal wöchentlich gewechselt.

Man sieht eine Frau mit Verhütungspflaster.

Das Verhütungspflaster ist im Grunde für alle Frauen geeignet. Besonders zu empfehlen ist es aber für Frauen, welche die regelmäßigen Einnahmezeiten der Pille nicht einhalten können (z.B. Krankenschwestern, Schichtdienst, Reisende). Durch die wöchentliche Anwendung muss man nicht mehr täglich an die Verhütung zu denken. Das Verhütungspflaster verbindet somit die hohe Sicherheit der Pille mit einer einfachen Anwendung – es ist keine Injektion oder tägliche Einnahme nötig.

Der Pearl-Index des Verhütungspflasters beträgt 0,72 bis 0,9. Die Verhütungsmethode ist damit als sehr sicher anzusehen.

Im Unterschied zu oralen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille gelangen die Wirkstoffe beim Verhütungspflaster nicht über der Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn, sondern über die Haut (transdermal). Das Verhütungspflaster ist deshalb auch speziell für Frauen geeignet, die häufig Magen-Darm-Probleme haben. Denn Magen-Darm-Störungen wie Erbrechen oder Durchfall können die Wirksamkeit des Verhütungspflasters nicht herabsetzen. Entsprechend haben auch Nahrungsmittel und Getränke keinen Einfluss auf die Wirkung des Verhütungspflasters.

Das Verhütungspflaster enthält ein Gemisch aus zwei weiblichen Sexualhormonen – Gestagen und Östrogen. Ein einzelnes Pflaster enthält folgende Wirkstoffe:

  • 6 mg Norelgestromin (Gestagen)
  • 0,6 mg Ethinylestradiol (Östrogen)

Diese Wirkstoffe werden innerhalb von sieben Tagen gleichmäßig vom Verhütungspflaster an den Körper abgegeben. Der Wirkmechanismus entspricht dabei dem einer Einphasenpille: In erster Linie verhindern die Hormone des Verhütungspflasters den Eisprung und hemmen außerdem die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Zusätzlich erschwert eine Verdickung des Zervixschleims das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter und damit den Weg zur Eizelle.

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Für eine optimale Wirkung des Verhütungspflasters spielt auch das Körpergewicht eine Rolle: Ab einem Körpergewicht von über 90 Kilogramm kann das Verhütungspflaster unter Umständen versagen.

Das Verhütungspflaster ist verschreibungspflichtig und in zwei verschiedenen Packungsgrößen erhältlich (3 oder 9 Pflaster). Die Kosten liegen je nach Packungsgröße etwa zwischen 20 und 40 Euro.

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