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Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode)

Stand: 16. Mai 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Mithilfe der Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode) lässt sich durch Beobachten des Menstruationszyklus der ungefähre Zeitpunkt der fruchtbaren Tage bestimmen.

Ein Kalenderblatt, ein Tag ist mit dem Kuli markiert.
Bei der Knaus-Ogino-Methode ist ein Menstruationskalender Pflicht.

Die Knaus-Ogino-Methode geht davon aus, dass bei einem Menstruationszyklus von 28 Tagen der Eisprung immer am 15. Tag vor der der nächsten Menstruationsblutung erfolgen wird und daher theoretisch mit einem Menstruationskalender errechnet werden kann.

Da Spermien im Körper der Frau im Durchschnitt drei bis vier Tage überleben können, kann also auch ein zeitnaher Geschlechtsverkehr vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen. Aus diesem Grund erweitert man bei der Knaus-Ogino-Methode den fruchtbaren Zeitraum um drei Tage vor dem eigentlichen Eisprung. Die befruchtungsfähige Eizelle, die beim Eisprung aus dem Eierstock ausgestoßen wird, hat nur eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa sechs bis zwölf Stunden. Daher rechnet man einen zusätzlichen Tag nach dem Eisprung zu dem fruchtbaren Zeitraum hinzu. Insgesamt gibt es bei der Kalendermethode also 5 fruchtbare Tage, sofern der Zyklus der Frau 28 Tage hat.

Nicht immer erfolgen Menstruationszyklen mit exakter Regelmäßigkeit. Um die fruchtbaren Tage mit der Kalendermethode zu berechnen, verwendet deshalb die Daten des längsten und des kürzesten Zyklus der letzten 6 bis 12 Monate:

  • Erster fruchtbarer Tag: Anhand des Menstruationskalenders lässt sich feststellen, wie viele Tage der kürzeste Zyklus hat. Von dieser Zahl zieht man 18 Tage ab. Das Ergebnis ist der erste fruchtbare Tag.
  • Letzter fruchtbarer Tag: Von der Anzahl der Tage des längsten Zyklus werden 11 Tage abgezogen. Das Ergebnis gibt an, welches der letzte Tag fruchtbare Tag ist.
  • Auch die weiteren Zyklen müssen zur Berechnung herangezogen werden. Gegebenenfalls ist eine Neuberechnung nötig, wenn sich beispielsweise plötzlich kürzere Zyklen ergeben.

Beispielrechnung:

Kürzester Zyklus hat 28 Tage: 28 Tage minus 18 = 10
Längster Zyklus hat 34 Tage: 34 Tage minus 11 = 23

Daraus ergibt sich eine fruchtbare Zeit vom 10. bis zum 23. Zyklustag, während die unfruchtbaren Tage vor dem 10. und nach dem 23. Zyklustag liegen.

Die Kalendermethode kann vor allem hilfreich sein, wenn man die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen möchte, da sich so der Zeitraum für die Empfängnisbereitschaft berechnen lässt.

Wer mithilfe der Knaus-Ogino-Methode verhüten möchte, muss an den fruchtbaren Tagen entweder abstinent bleiben oder andere Verhütungsmethoden anwenden (z.B. Kondome). Allerdings muss man sich bewusst sein, dass die Knaus-Ogino-Methode mit einem Pearl-Index von 9 bis 30 als sehr unsicher gilt. Denn ein Pearl-Index von 9 bis 30 bedeutet, dass 9 bis 30 von 100 Frauen, die ausschließlich mit der Kalendermethode verhüten, im Laufe eines Jahres schwanger werden, obwohl sie eine Schwangerschaft verhindern wollten.

Die Kalendermethode gilt vor allem deswegen unsicher, weil es viele Faktoren gibt, die den Menstruationszyklus und damit auch den Eisprung beeinflussen können. Für Frauen mit unregelmäßigen Zyklen ist diese Methode zu Verhütungszwecken generell nicht zu empfehlen.

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Manche Paare fühlen sich bei der Knaus-Ogino-Methode zudem in ihrer sexuellen Spontaneität einschränkt. Denn wer keinen Kinderwunsch hat, muss sich bewusst sein, dass man mit dieser Methode je nach Zykluslängen an circa 10 Tagen im Monat auf ungeschützten Geschlechtsverkehr verzichten sollte.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode)

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