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Chemische Verhütungsmittel (Spermizide)

Wirkungsweise

Stand: 19. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Chemische Verhütungsmittel (Spermizide) werden in Form von Salben, Gelees, Zäpfchen, Schaum oder Sprays mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr tief in die Scheide eingeführt und möglichst dicht am Muttermund platziert. Cremes, Gelees und Salben können mithilfe eines Applikators eingeführt werden. Die Wirkung hält nur für einen Samenerguss an.

Die chemische Grundsubstanz besteht heute meist aus Nonoxinol, aber auch aus Milch-, Bor-, Zitronen- oder Salizylsäure. Die Substanzen wirken je nach Art auf folgende Weise::

  • Sie töten die Spermien ab.
  • Sie verändern die Beweglichkeit der Spermien.
  • Sie dichten den äußeren Muttermund ab und verhindern damit ein Eindringen der Spermien.

Sicherheit

Die alleinige Verwendung chemischer Verhütungsmittel ist nicht sehr sicher und daher nur in Kombination mit anderen Verhütungsmitteln empfehlenswert. Gelegentlich können die Substanzen Schleimhautreizungen oder Schleimhautentzündungen verursachen.

Die Pearl-Index chemischer Verhütungsmittel beträgt 3 bis 21.

Bei gleichzeitiger Verwendung mit mechanischen Mitteln (Kondom, Pessar, Diaphragma) lässt sich der Pearl-Index auf etwa 1 bis 3 verringern. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass das jeweilige Präparat das Material von Kondom, Pessar & Co nicht beschädigt.

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