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Stand: 20. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Die Sicherheit, durch Geschlechtsverkehr unter Anwendung von Verhütungsmethoden nicht schwanger zu werden, kann man nach der Formel von Raymond Pearl, dem sogenannten Pearl-Index, beurteilen.
Nach dieser Formel berechnet man die Zahl der ungewollten Schwangerschaften unter Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode pro 1.200 Anwendungsmonate beziehungsweise 100 Frauenjahre (demnach wenden 100 Frauen die Methode zwölf Monate lang an).
Dabei gilt: Je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Methode.
Hundert Frauen wenden ein Jahr (= zwölf Monate) lang eine bestimmte Verhütungsmethode an, zum Beispiel einen Intrauterinpessar (Spirale). In diesen zwölf Monaten werden zwei von ihnen schwanger. Es folgt dann für diese Verhütungsmethode ein Pearl-Index von:
| P = 2 |
Häufig ergeben sich in der Literatur oder auch im Internet merkbare Schwankungen in den Zahlenangaben des Pearl-Index für eine bestimmte Verhütungsmethode. Das kann zum Beispiel daher rühren, dass viele Hersteller die reine Methodensicherheit angeben, ohne bestimmte und oft typische Anwendungsfehler zu berücksichtigen. So ist der Pearl-Index bei der sehr überlegten und sachgerechten Anwendung eines Kondoms ohne Zweifel um einiges kleiner als bei einer weniger sorgfältigen Verwendung.
Um ein Gefühl für diese mathematische Größe zu bekommen, ist die Kenntnis des Pearl-Index bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, also ohne die Anwendung jeglicher Verhütungsmethoden, von Interesse. Er besitzt für diesen Fall einen Wert von:
| P = 85 |
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