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Stand: 4. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Ohne, dass du es beeinflussen kannst, verändert sich dein Körper während der Pubertät in einem rasantem Tempo. Viele Jungen haben dabei Sorgen bezüglich ihrer Körpergröße und -form. Doch die Pubertät verläuft bei jedem Jungen anders – wir erklären dir, wie sich dein Körper in dieser aufregenden Zeit verändert.
Die Pubertät bei Jungen beginnt etwa im Alter von 11 Jahren und ist etwa mit 19 Jahren abgeschlossen. Häufig gibt es während der Entwicklung regelrechte Wachstumsschübe, bei denen sich dein Körper schnell wandeln kann. Dabei nimmt der Körper zunehmend männliche Formen an: die Muskelmasse wächst, die Schultern werden breiter und die Hüfte schmaler.
Das Wachstum wird dabei hauptsächlich durch Hormone bestimmt. Den Startschuss für die Entwicklung gibt die sogenannte Hirnanhangdrüse (Hypophyse) im Gehirn. Sie veranlasst, dass im Körper das männliche Geschlechtshormon Testosteron hergestellt wird. Testosteron sorgt unter anderem für das Wachstum des Penis und der Hoden und bewirkt die Reifung der Samenzellen. Auch die Haut verändert sich durch die hormonelle Umstellung. Die Drüsen in der Haut erreichen ihre volle Funktion. Manchmal produzieren sie in dieser Phase vorübergehend zu viel Talg – deshalb neigt die Haut während der Pubertät eher zu Pickeln.
Während der Pubertät wachsen bei Jungen die Stimmbänder und der Kehlkopf. Dabei kann es passieren, dass bei dir beim Sprechen plötzlich die Stimme bricht, kippt oder quietscht. Die Jungenstimme entwickelt sich zunehmend zur Männerstimme – diesen Vorgang bezeichnet man als Stimmbruch. Der Stimmbruch findet zwischen 11 und 16 Jahren statt. Die Stimme wird dabei rund eine Oktave tiefer. Gewöhnlich dauert die Umstellung ein halbes Jahr; es braucht eine Weile bis man sich an die neue Stimme gewöhnt hat und die Töne nicht mehr verrutschen.
Der männliche Bartwuchs gehört zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Diese entwickeln sich erst mit Beginn der Pubertät. Bei Jungen bildet sich zunächst ein weicher Flaum über der Oberlippe, der zunehmend in Bartstoppeln übergeht. Nach und nach verdichtet sich die Behaarung um Kinn und die Wangen. Der erste Bartwuchs hängt von den Genen ab und ist bei jedem Jungen unterschiedlich – einige Jungen sind stärker, andere weniger behaart. Entgegen der häufigen Annahme, fördert häufiges Rasieren den Bartwuchs nicht. Wann du dein Barthaar rasieren willst, entscheidest du selbst. Dazu gibt es verschiedene Methoden wie zum Beispiel eine Nassrasur oder elektrische Rasierer. Nach dem Rasieren kannst du ein wenig Aftershave-Lotion auftragen, um die gereizte Haut zu desinfizieren und zu beruhigen.
Auch die Achselhaare beginnen langsam zu wachsen und die Schweißdrüsen geben vermehrt Schweiß und Duftstoffe ab. Dabei entwickelt jeder Junge seinen eigenen Körpergeruch. Zu starke oder unangenehme Gerüche kannst du vermeiden, indem du dich jeden Tag gründlich wäschst. Zusätzlich kann ein mildes Körperdeo Abhilfe schaffen.
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