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Stand: 27. Juli 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Die Minipille ist kein Kombinationspräparat, sondern ein Einfachpräparat: Sie enthält nur das Hormon Gestagen in minimaler Konzentration. Die Minipille beeinflusst die körpereigene Hormonproduktion kaum.
Die herkömmliche Minipille verhindert den Eisprung nicht. Die Minipille verändert stattdessen die Gebärmutterschleimhaut und den Schleim im Gebärmutterhals. Spermien können dadurch nicht mehr in die Gebärmutter eindringen und eine eventuell befruchtete Eizelle kann sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.
Die Minipille verhindert die Schwangerschaft also nur, indem sie den Schleim im Gebärmutterhals verändert. Der Eisprung findet im Unterschied zu Kombinationspillen jeden Monat statt – eine Befruchtung ist also theoretisch möglich, wenn die Pille nicht exakt eingenommen wird.
Sicherheit: Der Pearl-Index ist daher etwas höher als bei den anderen Pillenarten, im schlechtesten Fall liegt er bei 3. Achtet man darauf, die Minipille täglich zur gleichen Zeit einzunehmen, lässt sich der Pearl-Index jedoch auf bis zu 0,8 senken. Die Methode ist als relativ sicher anzusehen.
Die östrogenfreie Pille enthält ebenfalls nur das Hormon Gestagen, allerdings in Form des Wirkstoffs Desogestrel. Das Gestagen unterdrückt die Ausschüttung des Hormons Gonadotropin, das normalerweise den Eisprung auslöst. Der Eisprung wird verhindert. Die östrogenfreie Pille ist so zuverlässig wie Kombinationspillen und so verträglich wie herkömmliche Minipillen. Sie wirkt auf dreierlei Weise:
Sicherheit: Der Pearl-Index liegt bei etwa 0,1 bis 0,4. Die Methode ist als sehr sicher anzusehen. Wer einmal vergisst, die östrogenfreie Pille einzunehmen, kann dies innerhalb von zwölf Stunden nachgenommen nachholen. Die empfängnisverhütende Wirkung lässt dadurch nicht nach.
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