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Forenexperte: Dr. med. Bernhard Riecke
Stress, Nervosität & innere Unruhe
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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Stimmungsschwankungen in einem gewissen Ausmaß kennt wohl jeder von uns – von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Dass sich die Stimmung im Laufe des Tages verändert, ist zunächst einmal völlig normal und von verschiedenen Faktoren abhängig. Ausgeprägte Stimmungsschwankungen können jedoch auch Anzeichen einer Erkrankung sein. Nicht nur psychische, auch körperliche Erkrankungen kommen hier infrage.
Einfache Stimmungsschwankungen kommen jeden Tag vor und sind normale Anzeichen unserer Hoch- und Tiefgefühle im Alltag.
Stimmungsschwankungen zeichnen sich durch einen plötzlichen Wechsel der Stimmung aus. Starke Stimmungsschwankungen bezeichnet man auch als Stimmungslabilität.
Stimmungsschwankungen sind nicht unbedingt ein Symptom für eine Erkrankung, sondern gehören zum menschlichen Leben dazu. Insbesondere während einer hormonellen Umstellungsphase treten Stimmungsschwankungen häufig auf und sind völlig normal. So müssen Eltern damit rechnen, dass ihr Sprössling in der Pubertät zu Stimmungsschwankungen neigt. Viele Frauen kennen die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation: Von Freude über Gereiztheit bis zur weinerlichen Stimmung reicht hier das Spektrum. Mit dem Eintritt in die Wechseljahre und auch während der Schwangerschaft können die Hormone zu plötzlichen Stimmungsschwankungen führen.
| Stimmungsschwankungen müssen nur dann behandelt werden, wenn sie sehr stark oder Symptom einer Erkrankung sind. |
Erst, wenn die Stimmungsschwankungen unangemessen stark oder unpassend sind, sind sie von medizinischer Bedeutung. Medizinische relevante Stimmungsschwankungen sind mehr als nur "normale Launen" – sie sind intensiver und / oder treten öfter auf. Häufig sind psychische Erkrankungen die Ursache für Stimmungsschwankungen – manchmal sind es aber auch organische Gründe, die sich auf die Stimmungslage auswirken. Weil die möglichen Ursachen so vielfältig sind, ist eine gründliche Diagnose bei ausgeprägten Stimmungsschwankungen besonders wichtig. Die Therapie richtet sich dabei nach der Ursache der Stimmungsschwankungen: In der Regel verschwindet das Symptom, wenn die eigentliche Erkrankung behandelt worden ist.
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