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Forenexperte: Dr. med. Bernhard Riecke
Stress, Nervosität & innere Unruhe
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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Stimmungsschwankungen bedürfen in der Regel nur dann einer Therapie, wenn sie besonders ausgeprägt sind oder immer wiederkehren. Stimmungsschwankungen, die etwa während der Schwangerschaft oder durch die Pubertät auftreten, sind in der Regel normal und nicht Symptom einer Erkrankung. Der Therapie von Stimmungsschwankungen muss daher immer eine sorgfältige Diagnose vorausgehen. Sind die Stimmungsschwankungen die Folge einer Erkrankung, ist eine Therapie notwendig.
Sind Stimmungsschwankungen Symptom einer psychischen Erkrankung wie etwa einer bipolaren affektiven Störung, ist meist eine medikamentöse Therapie erforderlich. So verordnet der Arzt Menschen mit depressiven Verstimmungen beispielsweise häufig Antidepressiva, die in den Gehirnstoffwechsel eingreifen und so die Stimmung beeinflussen. Gerade bei psychischen Erkrankungen ist es jedoch auch wichtig, der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen, sodass psychologische Hilfe – etwa in Form einer Psychotherapie – meist sinnvoll ist. Auch nach einer traumatischen Erfahrung wie etwa sexuellem Missbrauch ist eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich.
Wenn eine organische Erkrankung zu Stimmungsschwankungen führt, muss diese behandelt werden – in der Regel verschwinden dann auch die Stimmungsschwankungen. Ist beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) die Ursache für das Symptom, können bestimmte Medikamente, eine Operation oder eine Radiojodtherapie nötig sein.
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