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Spannungskopfschmerz

Stand: 29. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die meisten Erwachsenen haben Spannungskopfschmerzen schon einmal erlebt: ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz, der sich zunächst im Stirn- und Nackenbereich bemerkbar macht und dann ausbreitet.

Der Spannungskopfschmerz ist der häufigste Kopfschmerz: Etwa 90 Prozent der Menschen sind irgendwann in ihrem Leben einmal davon betroffen.

Tritt Spannungskopfschmerz nur hin und wieder auf – an weniger als 15 Tagen im Monat beziehungsweise unter 180 Tagen im Jahr – sprechen Mediziner von "episodischem Spannungskopfschmerz". Kommt er häufiger vor, von "chronischem Spannungskopfschmerz".

Spannungskopfschmerzen sind nicht auf eine Seite des Kopfs begrenzt, sondern treten beidseitig auf – vor allem im Bereich der Schläfen. Meistens fühlt sich der Schmerz wie eine Art "Ring um den Kopf" an. Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzarten wie der Migräne, sind die Schmerzen normalerweise nicht so stark, dass sie Betroffene von alltäglichen Arbeiten abhalten. Sie stellen vielmehr eine ständige Störquelle im Hintergrund dar.

Ursache von Spannungskopfschmerzen können Muskelverspannungen im Nacken-, Schulter-, Gesichts- und Augenbereich sein. Diese Verspannungen treten insbesondere durch monotone, statische Körperhaltungen wie bei Computerarbeit oder langen Autofahrten auf. Wer diese einseitige körperliche Belastung durch Sport ausgleicht, wirkt den Verspannungen und damit dem Spannungskopfschmerz entgegen.

Bei der Diagnose schließt der Arzt andere Kopfschmerzarten und Erkrankungen, die Kopfschmerzen hervorrufen können, aus. Dazu befragt er den Betroffenen nach Art, Intensität und Dauer der Schmerzen. Außerdem interessieren ihn mögliche Auslöser der Beschwerden. Dabei kommen zum Beispiel auch Schmerzmittel in zu hoher Dosierung beziehungsweise bei dauerhafter Einnahme infrage.

Bei Spannungskopfschmerzen ist es wichtig, die Auslöser soweit wie möglich zu vermeiden. Dabei können Entspannungsübungen, Stressbewältigungsverfahren und Sport helfen. Bei akuten Schmerzen sind außerdem oft physikalische Maßnahmen sinnvoll, zum Beispiel die Schläfen zu kühlen oder mit kreisenden Bewegungen zu massieren. Schmerzmittel können die Beschwerden lindern. Manchmal helfen auch natürliche Wirkstoffe, zum Beispiel Pfefferminzöl, auf Schläfen und Nacken bei Spannungskopfschmerzen. Bei chronischen (also immer wiederkehrenden) Spannungskopfschmerzen verschreiben Ärzte manchmal auch sogenannte trizyklische Antidepressiva – insbesondere wenn Betroffene infolge der häufigen Schmerzen unter Depressionen leiden.

Meistens lassen sich Spannungskopfschmerzen gut behandeln und damit chronische Kopfschmerzen verhindern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Spannungskopfschmerzen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dabei ist es wichtig, dass Betroffene ihre persönlichen Kopfschmerz-Auslöser kennen und wissen, wie sie sie vermeiden können.

Weiterlesen: Spannungskopfschmerz: Definition

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