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Osteoporose vorbeugen – mit Sport

Welche Sportarten sind besonders geeignet?

Stand: 8. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Mediziner und Sportwissenschaftler sehen besonders im Krafttraining den idealen Sport, um Knochen zu stärken und einer Osteoporose vorzubeugen. Denn durch das Muskeltraining entstehen größere Druck- und Zugbelastungen auf den Knochen als im Vergleich zu einem reinen Ausdauerprogramm. Der Knochen passt sich diesen Belastungen an: Er baut vermehrt Knochenmasse auf.

Zu empfehlen sind daher alle Fitnessübungen, die kräftigen und die Knochen dazu anregen, neue Knochenzellen zu bilden, wie zum Beispiel Kraftübungen aus der Gymnastik, Hanteltraining oder Übungen an Fitnessgeräten. Oder probieren Sie doch mal Klettern aus: Wer klettert, beansprucht die Muskeln und Knochen des gesamten Körpers und betreibt zudem ein ideales Muskelaufbautraining für den Rumpfbereich. Letzteres verhindert vor allem den Knochenabbau im Bereich der Wirbelsäule: Der Körper bleibt dadurch beweglicher.

Mann, der sich beim Traing abstützt
Besonders Kraftübungen beugen effektiv einer Osteoporose vor

Ähnliche Wirkungen auf das Knochenwachstum haben auch Sportspiele wie Fußball, Handball, Basketball, Tennis oder Badminton. Der Grund: Das ständige Schießen, Werfen, Springen, Schlagen, Fangen oder Abstoppen bringt ebenfalls den Knochenstoffwechsel in Schwung. Allerdings sind diese Sportarten nicht für jedermann geeignet, weil sie sehr belastend für den Körper sein können – kleine oder größere Verletzungen an Muskeln, Gelenken oder Bändern können entstehen. Deswegen sollten sich besonders ältere Menschen und Personen mit Übergewicht zunächst sportmedizinisch untersuchen lassen, bevor sie beispielsweise mit Tennis beginnen. Dies gilt auch für Sportmotivierte, die seit einigen Jahren nicht mehr sportlich aktiv waren.

Auch Ausdauersportarten wie Walking, Nordic Walking, Wandern oder Joggen wirken einer Osteoporose entgegen. Diese Sportarten regen zwar nicht so intensiv den Knochenstoffwechsel an wie etwa Krafttraining. Trotzdem fordern sie unsere Muskeln und Knochen und beugen ganz nebenbei Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen effektiv vor.

Für das allgemeine Wohlbefinden und das Herz-Kreislauf-System sind auch Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren günstig. Allerdings fördern diese Bewegungsformen weniger den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. So ist etwa beim Schwimmen die Schwerkraft im Prinzip außer Kraft gesetzt. Dadurch entstehen kaum Zug- und Druckbelastungen auf den Knochen – der Knochenstoffwechsel wird weniger angeregt.

Ideal ist es, sich einen gesunden Mix aus verschiedenen Sport-Trainingsformen zusammenzustellen und diese vielleicht durch Bewegungsformen wie Gymnastik, Tai-Chi oder Yoga zu ergänzen. Dadurch trainieren Sie alle Teilbereiche der körperlichen Fitness: Kraft, Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit und Gleichgewicht – und beugen neben einer Osteoporose auch noch anderen Erkrankungen vor.

Grundsätzlich gilt: Irgendeine Bewegung ist immer noch besser als gar keine. Falls Sie also zu den Sportmuffeln zählen sollten, dann tun Sie sich und Ihrem Körper bereits etwas Gutes, wenn Sie häufiger die Treppe anstatt den Fahrstuhl benutzen oder mal das Auto stehen lassen und in die Pedalen Ihres Fahrrads treten.

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