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Krafttraining

Schnellkrafttraining

Stand: 14. Juli 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Das Schnellkrafttraining verbessert die Fähigkeit der Muskeln, innerhalb kürzester Zeit möglichst viel Kraft zu entwickeln. Diese Fähigkeit bezeichnen Sportwissenschaftler als Schnellkraft. Schnellkraft ist bei allen Disziplinen gefragt, bei denen der eigenen Körper, ein Sportgerät oder beides schnell beschleunigt werden. Zu solchen Sportdisziplinen zählen etwa Sprint, Kugelstoßen, Skispringen oder Speerwerfen.

Das Bild zeigt einen Tennisspieler.
Ein Tennisspieler benötigt für den Aufschlag viel Schnellkraft.

Dabei baut das Schnellkrafttraining keine Muskulatur auf, es erhöht also nicht die Maximalkraft: Das Schnellkrafttraining dient dazu, das vorhandene Kraftpotential schnell abzurufen. Außerdem verbessert dieses Krafttraining sowohl die Koordination innerhalb der einzelnen Muskeln als auch das Zusammenspiel der an einer bestimmten Bewegung beteiligten Muskeln. Das Schnellkrafttraining trainiert folglich auch den technischen Ablauf bei einer Bewegung. Aus diesem Grund erfolgt es meist sportartspezifisch.

Die Wiederholungen der einzelnen Übungen führen die Sportler schnell und explosiv aus. Die Belastung liegt zwischen 30 und 50 Prozent der Maximalkraft. Jede Übung setzt sich in der Regel aus 3 bis 5 Serien zusammen. Eine Serie besteht aus 5 bis 8 Wiederholungen. Zwischen jeder Serie sollte eine Pause eingelegt werden, die 1 bis 2 Minuten dauert.

Für Anfänger eignet sich das Schnellkrafttraining nicht. Die schnellen und explosiven Bewegungen belasten Muskeln, Sehnen und Gelenke sehr stark. Das erhöht – besonders für Anfänger – die Gefahr für Verletzungen. Ein Schnellkrafttraining sollte man erst in Angriff nehmen, nachdem ein mehrmonatiges regelmäßiges Maximalkraft- und Kraftausdauertraining stattgefunden hat. Außerdem empfiehlt es sich, für ein Schnellkrafttraining einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Wer beispielsweise seine Sprintfähigkeit verbessern möchte, findet kompetente Trainer in einem Leichtathletik-Verein.

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